Ein Beitrag von Julia Formanek

“Du musst zum Studentenfest Majales gehen“ meinte mein Vater, noch bevor ich überhaupt in Prag war. Er hatte damals in den 50/60er Jahren studiert und beschrieb mir das Fest als eine Zusammenkunft von Studenten in einem Park. Man lese sich gegenseitig gefühlvolle Gedichte vor und man säße bei Gitarrenmusik zusammen. Wie diese Tradition entstanden ist, konnten mir weder mein Vater noch das Internet verraten. Allerdings entstand die Tradition, laut meines Vaters, im Zusammenhang mit dem Gedicht Mai von Karel Hynek Macha, einem bekannten tschechischen Dichter. Um das Gefühl des Majales Festes zu verstehen, müsste ich dieses Gedicht lesen.
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8. Mai 2012 | Kategorie Vermischtes | Kein Kommentar »
Ein Beitrag von Georg Pacurar
Arnold de Boer (”that means Arnold the farmer”) wohnt zwar in Amsterdam, aber ursprünglich kommt er ja aus Friesland, da ganz im Norden. Das Essen dort sei ziemlich fad, man verwendet keine Gewürze, außer Salz vielleicht. Darum kommt er jedesmal schrecklich ins Schwitzen, wenn er indonesisch oder sonstwie exotisch isst. Sooo einen roten Kopf kriegt er dann immer, zeigt er mit den Händen. Und davon handelt der nächste Song, “It Was Red”. Während er die Ansage herplaudert, stellt er den Sampler für die nächste Nummer ein, tritt Phaser und Effektpedale zurecht und greift wieder in die Telecaster. So einfach kann Avantgarde sein.
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26. April 2012 | Kategorie Kultur, Musik | Kein Kommentar »
Ein Beitrag von Julia Formanek

Es geht mal wieder zurück von Berlin nach Prag.
Diesmal habe ich mir, über das Internet (www.idos.cz), eine Verbindung mit einer slowakischen Busgesellschaft ausgesucht. Sie heißt Interbus. Entschuldigung, Interbus Expres. Der Bus fährt von Hamburg nach Kosice, über Berlin und Prag. Wieso manche Busse Express heißen, und genauso lange brauchen wie alle anderen, bleibt wahrscheinlich eine unerklärliche Marketingstrategie der Busfahrgesellschaften. Es gibt auf dieser Strecke nämlich einige Nennenswerte: die tschechische Studentagency, die tschechische Bohemian Lines, die Busline, die Euroline, die ungarische Orangeway und sicherlich viele weitere, bei denen ich allerdings bis heute nicht die Ehre hatte.
Schon der Besuch der Internetseite der INTERBUS KOSICE EXPRES Agentur verspricht eine interessante Fahrt. In der oberen linken Ecke kann man die Sprache seines Landes wählen..es gibt Deutsch, Englisch, Slowakisch und Französisch. Ich versuchte, die deutsche und dann die englische Version der Internetseite durch immer kraftvollere Mausklicke zu aktivieren, doch es bleibt aussichtslos. Sowohl die englisch, die französische als auch die deutsche Version der Webseite bleibt auf Slowakisch. Zum Glück verstehe ich durch mein Tschechisch etwas Slowakisch und stelle so fest, dass ein Onlinekauf zumindest nicht ohne weiteres zu tätigen ist und ich für den Kauf der Karten entweder nach Stuttgart oder nach München fahren müsste. Da man in allen Bussen auch die Fahrkarten direkt kaufen kann, fahre ich auf gut Glück um halb elf zum Zentralen Omnibusbahnhof ZOB in Berlin. Den ganzen Beitrag lesen »
19. April 2012 | Kategorie Praktisches, Vermischtes | Kein Kommentar »
Ein Beitrag von Sophia Wahl

Nachdem mich schon die Bibliothek des Klementinum stark beeindruckt hat, will ich mir jetzt die des Strahov Klosters auf keinen Fall entgehen lassen. Die Strahov-Bibliothek liegt mitten im Kloster-Areal, umgeben von den hohen Klostermauern. Zuerst war der Eingang gar nicht so leicht zu finden, relativ unscheinbar ist er ein bisschen versteckt und der Vorraum vor dem Ticketschalter ist so klein, dass nur drei Leute auf einmal hineingehen sollten. Der Eintritt ist für Studenten mit 50 ck relativ günstig, allerdings muss man die Erlaubnis zum Fotografieren ebenfalls erwerben, sie kostet nochmal 50 ck. Auf die Foto-Erlaubnis verzichte ich dieses Mal, ich will einfach nur so durch die Ausstellung schlendern und die alten Bücher, Möbel und alle anderen Ausstellungsstücke ohne störenden Kamerablitz auf mich wirken lassen.
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19. April 2012 | Kategorie Sehenswürdigkeiten | Kein Kommentar »
Ein Beitrag von Sophia Wahl

Am Abend des diesjährigen Ostersonntags sind die Tickets besorgt und los gehts: Ab ins SaSaZu, einen der größten Klubs hier in Prag. Und warum das Ganze? Weil Paul Kalkbrenner heute dort auflegt und mein Freund und ich uns das als Fans elektronischer Musik natürlich keinesfalls entgehen lassen dürfen. Paule wird an diesem Abend im SaSaZu live zeigen, was er kann, und da wir ihn noch nie vorher live gesehen haben sind wir mehr als gespannt. Man hat ja nur Gutes gehört, muss sich davon aber natürlich selbst überzeugen.
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18. April 2012 | Kategorie Musik, Nachtleben | Kein Kommentar »
Ein Beitrag von Johannes
Eden hat in Prag wenig mit einem biblischen Garten zu tun, sondern ist der Ort an dem der SK Slavia Praha seine Heimspiele austrägt. Die Synot Tip Arena kann dabei alles Idyllische ablegen und sich in einen richtigen Hexenkessel verwandeln.
Denn es brodelt gerade auch mächtig in der Fußballabteilung Slavias. Den Höhepunkt stellte ein Trainer dar, der von den Fans gehasst wurde, weil er vorher beim unbeliebten Stadtrivalen Sparta spielte. Doch vorausgegangen war ein Skandal über immer noch undurchsichtige Besitzverhältnisse und Missmanagement der Führungsetage, durch die das Geld regelrecht zu versickern scheint. Die aufgeheizte Stimmung eskaliert dann regelmäßig bei Gegentoren und vor allem bei Niederlagen. Rufe gegen das Management werden durch Böller und künstlichem Rauch unterstrichen. Doch der Abgang des unbeliebten Trainers Frantisek Straka beruhigte die aufgeheizte Stimmung deutlich.
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18. April 2012 | Kategorie Sport | Kein Kommentar »
Ein Beitrag von Michael Magercord
Ich muss m
it einem Geständnis beginnen: Ich mag das Cembalo nicht. Einem guten Freund und Musikkenner gegenüber hatte ich die Ansicht vertreten, dass alle früheren Komponisten, hätte es das Pianoforte bereits zu ihrer Zeit gegeben, den satten Klang des Hammerklaviers gegenüber den dürren und schnarrenden Tönen eines zupfenden Cembalos umgehend eingetauscht hätte. Der Freund war entsetzt, Kommentar: „Du hast doch keine Ahnung“.
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12. April 2012 | Kategorie Musik | Kein Kommentar »
Ein Beitrag von Julia Formanek
Cafe V lese
Berlin Bar…der absolute Insider
Versteckt im Untergeschoss eines tschechischen Studentenwohnheims (tschechisch: Kolej) befindet sich die Berlin Bar. An der U-Bahn-Station Jiriho z Podebradi ausgestiegen folgt man der Straße Slavikova, bis man auf der rechten Seite ein großes rotes Gebäude erreicht: das Kolej Svehlova. An der Frau am Eingang des Kolej vorbei geschmuggelt, folgt man dann den höchst provisorischen Pfeilen, die in den ersten Stock und von da aus über schmale Kellertreppen hinunter ins Untergeschoss führen. In der kleinen Berlin Bar schallen Seed, Juli sowie die Sportfreunde Stiller aus den Lautsprechern. Die Einrichtung besteht aus umgedrehten alten Wohnheimbetten, einer Bar aus Bierkisten und einem DJ-Pult aus zusammengeklebten CDs. Der Besitzer indes, verzottelt und schwarz geschminkt, erinnert stark an Jack Sparrow. Zu Trinken gibt es deutsches Bier mit Flavour … Schöffelhöfer Grapefuit, Becks Lemon und so weiter …Zu späterer Stunde werden dann Rum oder Vodka Shots Runden angekündigt. Nach missglückten Flirtversuchen wird “Jack Sparrow“ gelegentlich spendabel und spendiert dem Gescheiterten eine Runde. “Jack Sparrow“ ist Anfang 30 und hat selber lange selbst in Berlin gewohnt, die meiste Zeit als Obdachloser. Er spricht fließend Deutsch und hat einige Geschichten auf dem Lager. Die Berlin Bar ist der perfekte Ort für einen langsamen, originellen Start in den Abend.
Wo? Slavikova 22 / Kolej Svehlova / 1 OG. Links und dann die erste Treppe rechts ins Untergeschoss
Wann? Meistens Do-Sa ab 21 Uhr
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2. April 2012 | Kategorie Vermischtes | 1 Kommentar »
Ein Beitrag von Sophia Wahl

Als ich erfahre, dass in Prag ein ziemlich großer Jahrmarkt mit Schießbuden, Fahrgeschäften und Leckereien auf dem Ausstellungsgelände in Holesovice, Prag 7, stattfindet, wird nicht lange gezögert. Ich warte nur auf die Gelegenheit, mich ins Getümmel zu stürzen und alle möglichen Angebote auszutesten. Das Wetter könnte nicht besser sein, als ich mich schließlich mit meinem Bruder und seiner Freundin, die mich gerade in Prag besuchen, auf den Weg mache, den Jahrmarkt zu erforschen.
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29. März 2012 | Kategorie Vermischtes | 1 Kommentar »