Monatsarchiv für Februar 2008

Tschechinnen singen die deutsche Nationalhymne: …danach lasst uns alle sterben

Brüderlich mit Herz und Hand - von wegen: Was denken sich tschechische Schülerinnen für eine Klassenkamaradin als besonders fiese Strafe für eine verlorene Wette aus? Klare Sache: Sie lassen die Unglückliche in das viel zu enge Aerobic-Dress ihrer besten Freundin schlüpfen und sie in der Deutschstunde vor versammelter Klasse die deutsche Nationalhymne vorsingen.

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Wie schön, wenn sich Vorurteile bestätigen

BierflaschenAls ich meinen Freunden mitteilte, dass ich nach Prag ziehen wollte, stand ich vor ungläubigen Gesichtern. Zwar kannten sie mich schon eine Weile und wussten, dass ich nicht besonders sesshaft bin, aber so richtig konnten oder wollten sie diese neue Situation doch nicht gleich begreifen. Die Ungläubigsten sagten etwa: „Was willst Du denn da? Im Osten? Da ist doch nichts los! Und es wird geklaut, ist grau und die Menschen sind ganz anders.“ Die, die sich nicht getraut haben, ihre Vorurteile so deutlich auszusprechen, äußerten beispielsweise: „Willst Du nicht lieber nach Spanien gehen?“

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Und man trifft sie doch

Anstatt in die vierstöckige Mecca-Disko zu gehen, wo die Cocktails für Damen mittwochs bis Mitternacht gratis sind und sich die Stars und Sternchen der Prager Szene treffen, entschieden wir uns dazu, einen „real Czech place“ in Žižkov aufzusuchen. Es handelte sich um eine verrauchte, rustikal eingerichtete Kneipe, in der die Bierpreise noch stimmen. Und siehe da, es schienen wirklich fast nur Einheimische dort zu sein. Drei Tschechen haben wir getroffen („getroffen“ soll hier mal nicht nur gesehen, sondern auch “miteinander geredet” heißen):

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Geburtstagskuchen-Marathon - oder: Stadtführung mal anders

kuchen2.jpgGestern hatte mein Bruder Geburtstag. Dafür ist er extra nach Prag gekommen. Wahrscheinlich hat er das mehr für sich selbst gemacht, als dass er unbedingt mit mir, der kleinen Schwester, feiern wollte. Aber vielleicht bin ich da auch ungerecht und er hat mich lieber als Prag. Glaubhafter ist jedoch, dass er es auszunutzen wollte, hier kostenlos zu schlafen und eine kostenlose – wenn auch vermutlich ziemlich unqualifizierte – Stadtführung genießen zu können (jedes Mal, wenn er mich gefragt hat: „Was ist das denn für ein Haus, wer ist das da auf dem Bild, wohin führt denn dieser Weg?“ usw. musste ich mich beschämt errötend zur Seite drehen. Stadtführen will gelernt sein!

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Schöne neue (kleine) Welt, Teil 2

Angekommen in Prag, viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern kennen gelernt und gewartet… Stundenlang gewartet, tagelang, wochenlang. Auf was? Natürlich auf das erste Treffen und Kennen lernen eines Tschechen. Das ließ leider bis heute auf sich warten…

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Schöne neue (kleine) Welt, Teil 1

Angekommen, ausgepackt und los geht’s zum ersten Mal durch die Straßen Prags. Man schaut sich um, man schaut sich an und plötzlich: Ach, hallo, was machst du denn hier? Später dann am Abend, man erzählt seinen neuen Mitbewohnern einen Schwenk aus seinem Leben, erzählt von Urlaub, Freunden und plötzlich: Hieß dein Freund vielleicht…? Und natürlich, genau so hieß er. So klein ist nämlich diese schöne neue Welt, die sich Prag nennt.

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Unbändige Freude in Tschechien über Oscar für Irglová - ehrlich

OnceWenn jemand Erfolg hat, dann sind in der Regel auch Neider nicht fern, die diesem Erfolg mit Missgunst begegnen. Das gilt in Tschechien vielleicht noch mehr als anderswo, betrachten die Tschechen doch selbst “Neid” als eine ihrer typischen nationalen Eigenschaften.

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Wie es ist, Franzosen Deutsch beizubringen - Interkulturelle Kommunikation Teil 1

Heute Abend haben wir in unserer Wohnung den Abschied von zwei französischen Erasmus-Studentinnen gefeiert. Natürlich gab es wieder Crèpes! Und Quiche Lorraine… Dazu natürlich Wein, was sonst, wenn fast ausschließlich Franzosen zu Gast sind? ;-)

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Alt trifft Neu und versteht sich gut

Wenn man als Neuankömmling in Prag seine ersten Schritte wagt, wird eines sehr schnell klar: Prag ist alt. Sehr alt sogar.

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“Shockproof Filmfestival” - Schockierend schön

Bucket of Blood
Mal ehrlich: Würdet ihr eine Veranstaltung besuchen, die mit Schlagwörtern wie unästhetisch, Ekel und Schock wirbt? In deren Werbetrailer sich ein junger Mann zwischen den Beinen seiner Freundin übergibt? Und bei der von Porno bis Splatter alles „Außergewöhnliche“, was die Filmgeschichte zu bieten hat, bedient wird? Nun sage ich ganz ehrlich: Ja, ihr solltet dort unbedingt hingehen - es handelt sich nämlich um das alljährliche Prager „Shockproof Filmfestival“, das in diesen Tagen zum vierten Mal im Aero-Kino stattfand und gestern mit dem Ed-Wood-Film „Plan 9 from outer space“ zu Ende ging.

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