Švankmajers “Food”: Fast Food, Kannibalismus und der Stern im Michelin
Kulinarische und gastronomische Zeitenwende: Der erste Stern des Guide Michelin, der je an ein Restaurant in Osteuropa vergeben wurde, leuchtet seit einigen Tagen über dem Prager Restaurant Allegro und dem Hotel Four Seasons. Dank der geschickten italienischen Händchen von Meisterkoch Andrea Accordi (Foto).
Und noch ein andere, weniger beachtete Meldung verdient hier Erwähnung: So legten die Tschechen und ihre slowakischen Brüder einen Streit um die Registrierung der beliebten Speckwürste (špekáčky) als geschützte landestypische Spezialität auf salomonische Weise bei: das Gütesiegel für die kleinen, fettigen Knackwürste beantragten sie kurzerhand gemeinsam.
Gelegenheit und Anlass, noch einmal einen Blick zurück zu werfen und sich dem Phänomen “Essen” im Allgemeinen und den gastronomischen Traditionen Tschechiens im Speziellen zu nähern. Dabei ging es seit jeher doch eigentlich vor allem um das Eine: nämlich fressen oder gefressen werden.
Mit dem ungetrübten Blick des nüchternen Surrealisten erfasste genau das Jan Švankmajer in seinem 1992 gedrehten Film “Food”. Für heute belassen wir es den špekáčky zu Liebe beim schnellen Frühstück in 5.55 Minuten: Film ab…
Foto: ČTK
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