Monatsarchiv für April 2008

Ska auf tschechisch - oder: Tanzen, Tanzen, Tanzen

Dieser Abend versprach großartig zu werden – und die Erwartungen haben sich erfüllt: Ein Abend voller Musik, „good vibrations“, günstigem Bier, netter Location und mitten in einer Menge ausgelassen Tanzender. Drei Ska-Bands spielten am Freitagabend im XT3-Club in Prag - für nur 60 Kronen konnte man selbst dabei sein.

(mehr…)

Unialltag Teil 2 - Die Gebäue der Karlsuniversität

uni.bmp Vergleicht man die Gebäude der ältesten Universität Mitteleuropas, erbaut 1348, mit denen der meisten deutschen Universitäten, dann wird man vielleicht ein bisschen neidisch und freut sich, dass man wenigstens während seines Auslandssemesters einmal an solch einem Ort studieren darf.

(mehr…)

Pasta mit Brennesseln, Sahne und Parmesan

Brennessel

 

Endlich ein warmer Samstag. Wir nutzen ihn zu einem Ausflug aufs Land und zur Pflege einer frühjährlichen Familientradition, die ich von meiner Mutter übernommen habe und im Begriff bin, an meine Kinder weiterzugeben: Brennesseln sammeln und hinterher auf alle möglichen Arten zum Essen zubereiten. Es ist eine leckere (billige sowieso) und sehr gesunde Alternative zum gewöhnlichen Spinat - vorausgesetzt, man kennt von Verkehr, Agrarchemie und Gassigehern verschonte Stellen. So eine liegt am Ufer der Jizera (Iser) unweit des Dörfchens Kochánky (Karte).

(mehr…)

Lernen und Studieren in unterschiedlichen Kulturen - Interkulturelle Kommunikation Teil 4

Auf die etwas kritische Frage eines deutschen Kommilitonen hin, antwortete mein amerikanischer Dozent in der letzten Stunde des Seminars „Popular Culture“: „You are German? Oh, Germans are always so precise!“. Seine Aussage schien positiv gemeint zu sein und gab mir im Anschluss an das Seminar dennoch zu denken: Sind Deutsche wirklich so präzise? Ist dies eine positive Eigenschaft? Wann ist es negativ, präzise zu sein? Studieren und Lehren Deutsche anders, als andere Kulturen?

Am Freitag darauf sollte genau dies das Thema des Seminars „Interkulturelle Kommunikation“ sein.

(mehr…)

Große Gefühle für kleines Geld

Romeo und JuliaDie größte Liebesgeschichte aller Zeiten? Natürlich spreche ich hier von Romeo und Julia (obwohl Susi und Strolch ganz dicht auf Platz zwei folgen könnten). Die Romanze von William Shakespeare kann im Prager Nationaltheater bewundert werden – und zwar ganz ohne Worte. Romeo und Julia als wunderbares, verzauberndes Ballett: Da fehlen einem wirklich fast die Worte.

(mehr…)

Olééé olé olé olé…

fusball-1.jpgWas bringen wir mit dieser Zeile wohl als erstes in Verbindung? Klar, Fußball! Durch Zufall bin ich vor einigen Tagen an zwei Freikarten für ein Spiel des AC Sparta Praha und des SK Dynamo Ceské Budějovice gekommen. Obwohl ich kein Fußballfan bin (es sei denn, es handelt sich um Tischfußball), war ich furchtbar neugierig, wie sich wohl die tschechischen Fans in dem ihnen angestammten Revier benehmen. Mit meiner mutigen und nicht minder neugierigen Mitstreiterin bin ich also am vergangenen Samstag ins Axa Stadion auf dem Letná in Prag gefahren, um den blau-gelb-roten Fußballfans beim Anfeuern zuzuschauen. Und natürlich den Spielern unten auf dem Feld.
(mehr…)

Ost-westliche Klangavantgarde bei Pražské premiéry in Prag

Am Sonntag fand die vierte Ausgabe des Festivals Pražské premiéry (Prager Premieren) mit der Aufführung des monomentalen Chorwerkes “Gotteskinder” des 30-jährigen tschechischen Komponisten Jiří Kadeřábek einen dramatischen Abschluss.

Die Philharmonie Zlín und der Chor der slowakischen Philharmonie boten unter der souveränen Leitung von Jakob Hruša noch einmal alles auf, was die zeitgenössische Musik heute zu bieten hat: Computerklänge, Ratschen vom Zerreißen von Zeitungen, aber auch hochmelodische Streicher- und Gesangspassagen aus folkloristischen Musikzitaten.
Damit war es vollbracht: Über eine Woche lang wurden in Prags schönstem Konzertgebäude, dem Rudolfinum, neueste und allerneueste Kompositionen der ernsten Musik zum guten Teil uraufgeführt, Musik also, die unter dem Label Neue Musik mittlerweile schon einen etablierten Platz im Kanon der ernsten Musik gefunden hat.

(mehr…)

Die Sophien- und die Schützeninsel – Moldauinseln in Prag

bild0834.bmp Auch auf den Moldauinseln lässt sich die Sonne genießen. Die Sophien- und die Schützeninsel liegen beide in der Moldau in der Nähe des Nationaltheaters und also mitten im Stadtzentrum. Sie eignen sich bestens, um dem Trubel in den Straßen der Altstadt zu entfliehen und ein bisschen Natur zu genießen…

(mehr…)

Wie man Geld bekommt, ohne etwas dafür zu tun - Das Geheimnis um „die Liste“

Ziellos von Gebäude zu Gebäude, fragend durch zahlreiche, enge Gänge und Gassen laufend, kommt einem das Suchen passend zum Schauplatz fast schon ein bisschen kafkaesk vor: Jagten wir in der ersten Woche nach unserer Ankunft einem ominösen „Buch“ hinterher, das die Antwort auf alle unsere Fragen sein sollte (es handelte sich dabei um ein stinknormales Vorlesungsverzeichnis), so kursierten in den letzten Wochen Gerüchte um Geld und eine „Liste“, die sich in den Gemächern einer Bank befinden sollte.

(mehr…)

Drei Stunden wie Minuten

Vermutlich findet keiner, der es kennt, das Prager Kongress Zentrum beim Vyšehrad ansprechend. Ist es auch nicht, weder von außen noch von innen. Aber wenn der Richtige kommt, um den großen Saal zu füllen und zum Tanzen zu bringen, ist es völlig egal, wie der Raum aussieht, wie sich draußen das Wetter benimmt oder wer gerade Präsident in Amerika ist. Und Goran Bregović war der Richtige, um sein Publikum fast drei Stunden lang die Zeit, das Atmen und das Nachdenken vergessen zu lassen. Spaß gemacht hat es, unbeschreiblich viel Spaß und auch zwei Tage später noch fällt es mir schwer, all die verschiedenen Gefühle, die mich während des Konzertes überkommen haben, in Worte zu fassen.
(mehr…)

TOPlist