Flatrate-Party – Grenzenlose Niveaulosigkeit

Das Problem dieses Eintrags ist folgendes: Ich muss zugeben, dass ich auf einer „Flatrate-Party“ war… Das fällt mir nicht leicht, aber zu meiner Entschuldigung nur soviel: 1. Ich wurde von meiner temperamentvollen, mexikanischen Mitbewohnerin GEZWUNGEN. 2. Nach 30 langen Minuten ergriff ich bereits wieder die Flucht…

Flatrate-Party, All-Inclusive-Party oder wie auch immer, das Prinzip ist immer dasselbe: Einmal Eintritt zahlen und dann so viel Alkohol trinken, wie nur möglich. Folgen: Kontrollverlust, Promiskuität, Erbrechen, Aggressivität, allerhand Peinlichkeiten.

Dort standen wir also, eine international gemischte Gruppe von 10 Mädchen, alle von uns zum ersten Mal bei so einem zweifelhaften „Event“. Der erste (Plastik-)Becher mit Bier schmeckte billig und einfach nicht gut. Also ab auf die Tanzfläche und zur schlechten Musik bereits etwas missmutig und halbherzig tanzen gehen. Das war allerdings die schlechteste Idee des Abends.

Die Tanzfläche in dieser hässlichen Großraumdisco war eine Zone der Respektlosigkeit und jedes weibliche Subjekt mutierte zu Freiwild. Die angetrunkenen Männer grabschten, zogen, zerrten an einem, als wäre man wieder in die Steinzeit zurück versetzt: Mann im Bärenfell hält in der einen Hand eine Keule und mit der anderen zieht er die Frau an den Haaren in seine Höhle…

So waren wir die ganze Zeit damit beschäftigt, aufdringliche Typen wegzustoßen und sogar Ohrfeigen zu verteilen. Ein Mädchen, das mit uns unterwegs war, geriet an einen besonders aggressiven Kerl. Wir hatten einen Moment lang Angst, dass er sie sogar schlagen würde, weil sie ihn nach einer Grabsch-Attacke heftig weggeschubst hatte.

Das war dann auch der traurige Höhepunkt der „Party“. Wir zogen sie weg von ihm und verließen so schnell wie möglich diese Disco. Bilanz des Abends: 250 Kronen Eintritt (das sind ziemlich genau 10 Euro), anderthalb Becher Bier, 10 verstörte und verängstigte Mädels. Bei solchen Flatrate-Partys scheint nur eines grenzenlos inklusive zu sein: Niveaulosigkeit.

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Eine Reaktion

6. Mai 2008, 16.24 Uhr [1] honza sagt:

Warum sollte man den Kamikaze Club auf der Štvanice - Insel nicht offen nennen? :))

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