Den Sommer verbringen in Prager Gärten und Parks…

bild.bmp

Die Sonne scheint, es ist warm, der Sommer ist endlich da. Was liegt da näher, als den Tag im Freien zu verbringen, einen ausgiebigen Spaziergang zu machen und auf Entdeckungsreise durch Prags Parks und Gärten zu gehen, auf Wiesen zu liegen und im Grünen Bier zu trinken? Hier ein Vorschlag für einen wunderschönen Spaziergang…

Begonnen haben wir diesen mit dem „Aufstieg“ vom Ende der Stefansbrücke aus hinauf in den Letná-Park (über den ich ja bereits einmal berichtet habe). Diesen durchwanderten wir stets mit einem wunderbaren Blick auf Prag bis zur Villa des Präsidenten, um die man links herum laufen muss, um über eine Brücke in den Chotkovy Park (Königsgarten) zu kommen. Wer Hunger hat, kann im Restaurant „Hanavský Pavilón“ mit einer wunderschönen Aussicht auf die zahlreichen Moldaubrücken und die Altstadt sehr edel (und dementsprechend auch ein wenig teurer) speisen. 

letnapark.bmp 

Aussicht vom Letna-Park

Im Chotkovy Park nördlich hinter der Prager Burg stößt man zunächst auf das Schloss Belvedere, dass von einem schönen Garten umgeben ist. Das Schloss Belvedere wurde zwischen 1538-60 als Sommerschlösschen für Königin Anna erbaut und ist ausschließlich im italienischen Renaissancestil erbaut (der Kenner wird es sofort sehen ;-).  scrafitto.bmp

Spaziert man weiter in Richtung der Burg, kommt man an weiteren sehenswerten Gebäuden wie u.a. dem Ballhaus (von 1569) vorbei, dessen Fassade mit Renaissance-Sgraffito geschmückt ist, bis man schließlich den Burghof  betritt.

Durch die Burg hindurch gelangt man über den Hradschiner Platz (vorbei an Palais Schwarzen berg und Palais Sternberg) und den Loretoplatz zum Kloster Strahov. 

Das Kloster Strahov, indem auch heute noch Mönche leben, wurde 1140 von Herzog Vladislav gegründet und die heute zu bestaunenden Klosterbauten jedoch erst im 17. und 18. Jahrhundert vollendet. Der Innenhof des Klosters mit seinen weißen Gebäuden ist wirklich schön und es gibt ein ausgezeichnetes, günstiges Restaurant, in dem man das im Kloster gebraute Hausbier kosten kann. 

Besonders sehenswert – nicht nur für Liebhaber von Büchern - ist die Klosterbibliothek mit ihrem philosophischen und dem theologischen Bibliothekssaal, in dem sich bis unter die Decke alte Bücher türmen. Leider kann man die Säle nicht vollständig betreten, da die ausgeatmete Luft der Besucher die Luftfeuchtigkeit negativ verändern und so den Büchern schaden würde. Der Eintritt lohnt sich trotzdem!  

Das Klostergelände verlassend geht man unterhalb des Klosters in Richtung Petřin-Hügel. Mein persönliches Highlight (und ein wunderbarer Ort für ein Picknick oder eine Pause): Die wunderschönen, idyllischen, hügeligen Obstwiesen die sich unterhalb der Klosteranlage hinunter zur Kleinseite erstrecken. Wo findet man heute noch mitten in der Stadt ruhige Wiesen mit so vielen Kirsch- und Apfelbäumen?  

kloster.bmp 

Wiesen unterhalb des Klosters

Folgt man dem Weg, so kommt man den Berg hinauf an der Hungermauer (einer Festungsanlage Karl des 4. von 1362) entlang auf den Petřin-Hügel auf dem der  62 m hohe Prager Eiffelturm steht, der 1891 anlässlich der Prager Ausstellung errichtet wurde. Wem die Aussicht auf Prag von Letná-Park und Klostergelände aus noch nicht gereicht hat, kann diesen samstags und sonntags besteigen. Für die, die sich die 299 Stufen bis zur Spitze des Turms hinauf sparen wollen, gibt es im Biergarten am Fuße des Prager Eiffelturms ein kühles Bier. 

eiffelturm.bmp  

Hungermauer und Prager Eiffelturm

Über einen serpentinenförmigen und an weitern schönen Obstwiesen entlang und durch einen kleinen Wald hindurch gelangt man dann wieder hinunter in die Stadt…  

unterhalb-des-eiffelturms.bmp  

Wiesen unterhalb des Petrin-Hügels

… und den krönenden Abschluss bildet ein Rundgang über die Kampa-Halbinsel oder auch eine Bootsfahrt. Die Boote kann man auf einer der Inseln in der Nähe der Kampa-Insel mieten.

Die neuesten Beiträge von Charlotte Palm

Einen Kommentar schreiben

(erforderlich)
(erforderlich)

TOPlist