EM-Kolumne: Deutschland feiert sich selbst

Trotz Niederlage nutzt die deutsche Jugend den Endspielabend, um länger draußen Krach machen zu können. Ob das noch was mit Fußball zu tun hat, fragt sich ratlos Gerd Lemke (gerlem@gmx.de).

Trotz Niederlage nutzt die deutsche Jugend den Endspielabend, um länger draußen Krach machen zu können. Ob das noch was mit Fußball zu tun hat, fragt sich ratlos Gerd Lemke (gerlem@gmx.de).

Eigentlich brachte das zweite Halbfinale keine große Überraschung. Wie in der Vorrunde beherrschte Spanien klar seinen Gegner und zieht locker ins Finale ein. Russland bleibt somit die Mannschaft eines Spiels. Irritiert meldet sich Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) nochmals, bevor er das Land verlässt.

Wie Millionen andere saß Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) vor einem Bildausfall und verpasste in einer angeblich schwachen zweiten Halbzeit drei Tore in einem zumindest spannenden Spiel. Hier die Chronologie:

Zwei Tage Ruhepause für die Zuschauer war angesagt. Wer schlau war, hat aktive Erholung betrieben. Wer´s nicht war, hat Tennis geschaut. Das beruhigt, der Platz ist auch grün, es stehen dort aber nicht so verwirrend viele Spieler auf dem Platz. Die Gedanken ließ auch Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) ein wenig schweifen.

Fußball ist manchmal wie Schach, nur ohne Würfel, soll ein aktueller deutscher Nationalspieler einmal geäußert haben. Spanien gegen Italien ist wie Fußball, nur ohne Tore, könnte man dagegen halten. Und hätte für dieses Mal sogar recht, findet Gerd Lemke (gerlem@gmx.de).

Das Favoritensterben geht im Viertelfinale weiter. Russland spielt Holland an die Wand und Guus Hiddink verliert seine Staatsbürgerschaft. Im Pulk enthusiastischer Russen hat Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) dennoch einige Holland-Fans entdeckt.

Gut war das Spiel über weite Strecken nicht, aber „intensiv“. Was nichts anderes heißt, als dass sich nach zwei Stunden gepflegter Langeweile die Ereignisse überschlugen. Den Überblick hat für Sie Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) bewahrt.

Etwas unerwartet steigert sich der dreimalige Welt- und Europameister und gleichzeitig die heimliche Lieblingsmannschaft aller Engländer. Verdient schickt er die Schönlinge zurück auf die Iberische Halbinsel. Erstaunt und erfreut zugleich fasst Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) das Geschehen zusammen.

Kämpferisch gab sich Griechenlands Trainer Otto Rehhagel nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden des Titelverteidigers: Ich will mit Griechenland zur WM!, verkündete er in der anschließenden Pressekonferenz selbstbewusst. Das will nichts anderes heißen: Otto will Weltmeister werden! Seine Chancen dafür prognostiziert Gerd Lemke (gerlem@gmx.de).
Trotz der Tatsache, dass ich mich im München befinde und leider nicht im wunderschönen Prag und auch trotz der Tatsache, dass der Prager Zoo einfach absolute spitzte ist, wie mir von meinen tschechischen Freunden versichert wurde, denn dort gebe es ganz im Gegensatz zu München nämlich Nilpferde, konnte ich die beiden doch dazu überreden, mit mir den hiesigen zoologischen Garten zu besuchen und mich dabei mit den tschechischen Namen der Tiere vertraut machen. Zugegebenermaßen kein Alltagsvokabular, dafür aber eins für einen sehr lustigen Nachmittag.