Monatsarchiv für Dezember 2008

Aha!: “Václav Klaus ist homosexuell”

aha2012.jpgVor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Dass sich dieser heere Grundsatz nicht auf die Medien übertragen lässt, liegt auf der Hand. Schließlich interessiert Otto Normalverbraucher nun einmal nicht so sehr, was seinesgleichen treibt. Viel mehr interessiert es ihn, was und vor allem wie es die Mächtigen und Reichen, die Stars und Sternchen treiben.

Dafür liegen dann die Paparazzi aber auch nicht im Schrebergarten auf der Lauer. Auf die Gelegenheit zum Abschuss warten sie logischerweise dort, wo die medialen Zwölfender unterwegs sind. Ist ein Kapitaler dann unter widrigen Jagdbedingungen zur Strecke gebracht, wird die Trophäe in Form eines möglichst verwackelten Fotos in den Boulevardmedien zur Schau gestellt. Oder etwa nicht?

(mehr…)

Wie ein Phönix aus der Asche. Das Prinzip Flurparty.

Pssst. Hast du schon gehört? We slightly have to change the plans for tonight. Gebäude zwei. Um sieben geht’s los. – Endstation Hostivař. Endstation Flurparty. Oder: Wie eine Party trotz unerwünschter Dauergäste und Stromausfall immer überlebt.

Es ist das erste, was man als Erasmus-Student in Prag erfahren sollte: Eine Wohnheim-Party. Denn dies ist der Beweis für studentische Bescheidenheit und die unvergleichliche Lust daran, Spaß zu haben.
(mehr…)

U Fleků: Augen auf!

Nach einigen Monaten in Prag erlebt mein Reiseführer ein unglückliches Dasein. Zwischen Lehrbüchern und Zettelwirtschaft findet mein in der Anfangszeit gut genutztes Büchlein immer häufiger seinen Platz im Regal. Vielleicht hätte ich dem Kapitel über Restaurants mehr Beachtung schenken sollen. Doch als ich ihn schließlich vor einigen Tagen zur Hand nehme, ist es schon zu spät: Ich bin in die Touristenfalle getappt.

(mehr…)

Pilsen. Pilsen! Pilsen? Dokumentation eines Ausflugs

Pilsen Hauptbahnhof Drei Tage, das ist eine gute Zeitspanne für einen Prag-Besuch. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind erledigt - Gulasch, Bier und Theaterbesuch inklusive. Ich hatte mit meiner Familie mehrere Tage und so entschieden wir uns für einen Besuch in Pilsen (Plzeň), etwa 100 Kilometer westlich von Prag. Es ist Freitagmorgen, viertel nach zehn. Wir kaufen ein Gruppenticket und sitzen im Zugabteil. Denn Zugabteile sind typisch tschechisch.

100 Minuten vorbeirauschende Landschaft, Schienenlärm, schlechte Luft. Und wir sind in der Bierstadt Pilsen, wo Kaufhäuser mit dem Spruch „Starý ale dobrý“ werben und die Weihnachtsbeleuchtung schöner scheint als in der Hauptstadt.

(mehr…)

Crisis? What crisis?

Dank gilt dem Dalai Lama, dass er sich um das Wohlbefinden der tschechischen Wirtschaft sorgt. Doch Gottlob konnte man ihm aus vermutlich ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen versichern, dass die Tschechische Republik in diesen anderswo turbulenten Zeiten eine Insel der Glückseligen ist. Wir wissen natürlich nicht, woher der weise Mönch seine Informationen hatte. Darüber können wir nur Vermutungen anstellen, doch saß da nicht letzten Sonntag bei der öffentlich abgehaltenen Vorlesung des Dalai Lamas zu dem Thema „Wie erlange ich eine friederfüllte Seele“ in der ersten Reihe auch unser Bürgermeister und Tunnelbauer? Und trug er nicht schon den weißen tibetischen Schal, den der Dalai Lama als Dank allen seinen Gastgebern umhängt?

(mehr…)

Uuuund Cut! Wie die neue Frisur nicht zur haarigen Angelegenheit wird

Fast dachte ich, ich könnte mich mit meinen Sprachkenntnissen in der tschechischen Welt halbwegs durchschlagen. Als ich aber miterleben musste, wie der Versuch eines Freundes sich beim Friseur verständlich zu machen kläglich scheiterte, geriet ich ins Grübeln. Scheu vor dem Spickzettel hin oder her, manchmal sind ein paar Worte auf Papier gold wert. Denn bevor einem beim Anblick der neuen Frisur aber auch noch die letzten Haare zu Berge stehen, kann man sich mit ein paar Sätzen ganz einfach behelfen. (mehr…)

TOPlist