Monatsarchiv für 12 2009

Jak to videš: Máme šance? (Wie siehst du das: Haben wir eine Chance?)

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Das war die große Frage, die sich die meisten Slavia-Fans angesichts des gestrigen Spiels gegen den HC Eaton Pradubice stellten. So recht schien keiner daran zu glauben, dass das  was wird. Naja, die Chancen standen ja auch nicht gerade gut: Der beste Stürmer von Slavia hatte sich am Tag zuvor verletzt, und noch dazu hat Pardubice diese Saison die Legende Dominik Hašek als Torwart. „Alleine deshalb lohne es sich, zu diesem Spiel zu gehen, um Hašek einmal live zu sehen“, meinte Matĕj vorab, und das war vermutlich auch der einzige Grund warum ich ihn weniger als einen Monat vor seinem Staatsexamen mal von den Büchern weglocken konnte. Für all diejenigen, denen der Name nun so gar nichts sagt: der „Dominator“, wie Hašek auch genannt wird, hat nicht nur sehr erfolgreich in der NHL in den USA Eishockey gespielt und war in den 90gern einer der besten Torwarte weltweit, vor allem aber hat er die tschechische Nationalmannschaft 1998 zu olympischem Gold geführt und erfreut sich deshalb heute immer noch großer Beliebtheit.

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Guiseppe Verdi - Nabucco

Tja was war ich am Montag verwirrt… Katharina gehst du am Mittwoch zu Guiseppe Verdi oder du Moni… nein die Karten sind für dich Sebastian. Gut zu wissen. Also auf in die Oper. Ein Glück, dass ich vor Antritt meines Aufenthalts noch meinen Anzug eingepackt hatte, so war ich gleich gut vorbereitet und musste mal nicht durch meinen Alltagsschlabberlook negativ auffallen.  In der Oper setzte sich das Verwirrspiel gleich fort, als man an der Kasse von meiner Reservierung nichts wusste. Mit zwei schnellen Telefonaten ließ sich aber das Problem lösen und man gab mir auch richtig gute Plätze unweit der Bühne, in der fünften Reihe.

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Sparta vs. Slavia – It`s Derbytime guys!

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Am Mittwoch dem 02. Dezember klopfte es abends bei mir an der Tür… Kurzes Gespräch. Freitag ist Derby im Eishockey, alle kommen,  bist du dabei? Klar warum nicht. Als alter Sportsfreund lasse ich mich doch gerne mal zu einem Spiel überreden. Zumal mir schon soviel von der Sportbegeisterung der Tschechen berichtet wurde, dass ich auch mal dran teilhaben wollte.  Immerhin verging meine Zeit hier in Prag so schnell, dass ich es bisher nicht einmal geschafft habe, an einem Ligaspiel im Fußball teilzunehmen.

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Krank in Prag

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Es ist wieder Samstag in Prag und eiskalt. Gut, das spüre ich diesmal nicht so, da ich mich heute mit Daunenjacke, Schal, Mütze und dicken Kniestrümpfen dagegen gewappnet habe.  Zur Abwechslung ist es einmal auch nicht stockdunkel, sondern ein relativ klarer Tag und zur Abwechslung bin ich diesmal richtig dick erkältet. Doch ich kann mich nicht mit Wärmfalsche ins Bett legen und auskurieren, denn ich habe Besuch. Wieder einmal. Zum dritten mal seit ich hier bin. Doch zur Abwechselung muss ich dieses Mal nicht wieder die pruvodkyne (Führerin) spielen, die einen im Eiltempo durch die Stadt zerrt, damit man auch ja alle wichtigen Sehenswürdigkeiten gesehen hat, bevor es nach dem Wochenende wieder nach Hause geht. Diesmal wird es auch kulturell etwas anspruchsvoll.

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Was ich eigentlich sagen wollte

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Über Tábor wollte ich schreiben. Über meinen Ausflug in die südböhmische Stadt letzten Samstag. Über das “Oh my God!” meiner südafrikanischen Mitbewohnerin als sie auf dem Weg dorthin zum ersten Mal Schnee sah. Seinen Höhepunkt hätte das Ganze erreicht in einer - ich hätte mein Bestes gegeben -  komödianten Schilderung des abstrusen Schauspiels zum Nikolausabend. Mitten auf dem Marktplatz wurde ein Kind in einen Käfig gesperrt umgeben von Engel und Teufel. Traditionen kann man nicht verstehen, man muss groß werden mit ihnen, so oder ähnlich hätte ich resümiert. Doch das alles scheint weit weg.

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HUDBA PRAHA v.s. JASNÁ PÁKA - Das Bandduell

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Es ist Samstag, wieder ist es dunkel und eiskalt. Diesmal stehe ich nicht an der Tramhaltestelle, sondern laufe im Eiltempo dorthin. Ich bin nämlich zu spät, viel zu spät. Gott sei dank ist Sylvia heute auch wieder nicht pünktlich, sodass ich kein schlechtes Gewissen haben muss. Als ich völlig außer Atem dort ankomme, steigt sie gerade aus der Tram. Oh, und da kommt auch schon die Nummer 9, die uns auch heute wieder tief in das ehemalige Arbeiterviertel Žižkov transportieren wird, wo wir auch heute Abend wieder auf ein Konzert gehen werden. Auch dieses Mal handelt es sich wieder um ein Urgestein der tschechischen Musikgeschichte. Ich freue mich, denn heute steht HUBDA PRAHA auf dem Programm und damit der direkte Vergleich mit der Band von gestern. Hatte ich gestern mit JASNÁ PÁKA sozusagen das Original der 1981 gegründeten Band gesehen, ist heute ihr Nachfolger an der Reihe. Denn nach nur zwei Jahren des Bestehens wurde JASNÁ PÁKA vom kommunistischen Regime verboten, da sie zu sehr dem Ideal einer Rockband westlicher Prägung entsprachen. Einige der Musiker hatten sich im Anschluss zu HUDBA PRAHA zusammengefunden, die bis vor kurzem das Erbe von JASNÁ PÁKA vertrat. Nun haben die Gruppen beschlossen, in Zukunft getrennte Wege zu gehen, und einzig Michal Ambrož ist noch Bestandteil beider Bands.

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Wie ein Phönix aus der Asche - Comeback der legendären Band JASNÁ PÁKA

 

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Ich stehe an der Tramhaltestelle „Švandovo Divadlo“, es ist stockdunkel und eiskalt. Fast auf den Tag genau vor zwei Wochen begann hier der Ausflug zu Billy Talent. Auch heute bin ich wieder unterwegs zu einem Konzert. Nach Žižkov ins Akropolis soll es gehen. Doch diesmal nicht zu einem internationalen Spitzenact, sondern zu einer der wohl besten tschechischen Rock-Bands ever. JASNÁ PÁKA wird heute nach fast 25 Jahren Bandpause, beziehungsweise nachdem sich Teile der Band zu HUDBA PRAHA ungeformt haben, auftreten und ihr Comeback feiern. Ich bin gespannt, handelt es sich doch hierbei um die erste tschechische Band mit der ich jemals in Berührung kam. Damals als ich noch ein Teenager war, und meine Liebe zu Prag noch nicht loderte. So manch einer der werten Leser mag sich daran erinnern, dass ich mich letztes Jahr im Oktober schon am Ziel meiner Träume wähnte, als ich in Pilsen auf einem Konzert von HUDBA PRAHA, sozusagen der Nachfolgeband von JASNÁ PÁKA, war. Und wer den Artikel damals gelesen hat, weiß auch, dass meine Erwartungen von dem Konzertspektaktel schlechthin, wie ich es aufgrund von Erzählungen von Konzerten von JASNÁ PÁKA aus den 80gern erwartet hatte, enttäuscht wurden. Doch heute Nacht sollte ich die „legendarni kapelna“, wie sie im Programm des Akropolis betitelt werden, im Original erleben und meine Erwartungen sollten diesmal mehr als erfüllt werden. (mehr…)

Kolej Hostivař - Die kuriosen Seiten eines ganz normalen Wohnheims

Der Name Kolej Hostivař wird bei nicht wenigen Studenten ein Zucken in Körperteilen auslösen, von dessen Existenz sie bis zum heutigen Tag nichts wussten. Bereits ein Blick in die Erfahrungsberichte der letzten Jahre offenbarte schon vor Antritt des Auslandsstudiums einen Eindruck den man kurz mit den Worten - zu dreckig, zu weit weg und viel zu laut - zusammenfassen kann.  Die Konsequenz ist, dass viele erst gar nicht einziehen wollen bzw. das Wohnheim als leidiges Übergangslager bis zum Bezug der eigenen Wohnung betrachten.
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Kutná Hora – Ein Weltkulturerbe östlich von Prag

Hoch zum Hradschin, Besichtigung des Veitsdom und des Museums, Karlsbrücke, Weihnachtsmarkt und Wenzelsplatz und wir hatten auch schon alles abgelaufen, was im Allgemeinen das Touristenherz höher schlagen lässt. Doch diesmal sollte das nicht genug sein. Schließlich kenne ich mich schon ein wenig aus und so machte ich den Vorschlag, die kleine Stadt Kutná Hora, auf gut Deutsch Kuttenberg,  zu besuchen.
Die Vorfreude war groß. Immerhin wusste ich aus meinen Geschichtsbüchern, dass es sich bei Kutná Hora um eine der wichtigsten und größten Städte des Mittelalters in Böhmen handelte. So konnte ich mich auch an den Satz erinnern:  „Wer einmal über Kutná Hora herrscht, herrscht über die Reichtümer des Landes.“ – Na, wenn das nicht Lust auf mehr macht.
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Eine Stadt des Wassers und des Windes - Bratislava.

Preisfrage: Worin besteht der Unterschied zwischen Tschechien und der Slowakei? Antwort:

In Bratislava darf man in den Kaffees nicht rauchen. Das liegt bestimmt an den Auflagen, die mit der Euro-Einführung einhergehen, denke ich. In der Slowakei gibt es nämlich den Euro, seit Anfang dieses Jahres. Ansonsten ist es nett in Bratislava, es gibt eine Burg, seit Freitag einen Weihnachtsmarkt, zwei, um genau zu sein. Kleine schöne Gässchen, kleinstädtische Atmosphäre auch, zumindest in der Altstadt. Es ist schwer vorstellbar, dass es sich um eine Hauptstadt handelt, ich denke mir, da könnte man in jede größere deutsche Stadt eine Burg stellen, die Donau dazu, und voilà: eine Hauptstadt.

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