Guiseppe Verdi - Nabucco

Tja was war ich am Montag verwirrt… Katharina gehst du am Mittwoch zu Guiseppe Verdi oder du Moni… nein die Karten sind für dich Sebastian. Gut zu wissen. Also auf in die Oper. Ein Glück, dass ich vor Antritt meines Aufenthalts noch meinen Anzug eingepackt hatte, so war ich gleich gut vorbereitet und musste mal nicht durch meinen Alltagsschlabberlook negativ auffallen.  In der Oper setzte sich das Verwirrspiel gleich fort, als man an der Kasse von meiner Reservierung nichts wusste. Mit zwei schnellen Telefonaten ließ sich aber das Problem lösen und man gab mir auch richtig gute Plätze unweit der Bühne, in der fünften Reihe.


Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies, trotz fünf Jahren im Chor und vier Jahren Gitarrenunterrichts, mein erster Besuch in einer Oper war. So war ich schon neugierig und ich muss sagen, dass die Inszenierung mich voll überzeugt hat.
Nabucco spielt in der Zeit vor Christusgeburt, als die Babylonier das jüdische Volk Israels unterdrücken. Nabucco der als großer Feldherr die Bühne betritt, ist berauscht von seinem Erfolg und sieht seine Macht als so groß an, dass er sich über den Gott der Juden stellt. Von diesen wird er dann auch für seinen Großmut abgestraft und landet dann auch gleich im Gefängnis. Dort kommt er wieder zu Sinnen und bittet den Gott der Juden um Verzeihung. Wieder zu alter Stärke gekommen hilft er nun den Juden, ihre Freiheit wieder zurückzugewinnen.
Neben den unheimlich guten Stimmen und der schönen Raumakustik hat mich vor allem begeistert, wie die Regisseure es geschafft haben, mit sehr einfachen Mitteln die Darsteller eindrucksvoll ins Bild zu rücken. So reichten oftmals nur ein zentraler Gegenstand um den die meist zahlreich vertretenen Darsteller geschickt verteilt waren und ein kleines Spiel mit der Beleuchtung, um ein wirklich rundes Bühnenbild zu erzeugen.  Eine rundherum gelungene Inszenierung, die die Zuschauer mit großem Beifall beantworteten.

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