Monatsarchiv für 2 2010

Zeit des Abschieds

Vor zwei Wochen war es endlich so weit und meine langersehnte Bestätigung für die Verlängerung meines Erasmus-Daseins trudelte in Form eines Faxes bei meinen Betreuern ein.  So konnte ich nach langem Warten beruhigt durchatmen und mir erste Gedanken machen, wie ich die kommende schöne Jahreszeit in Prag verbringen möchte.

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Den Königsweg entlang

100_2680_396x527.JPGIch hatte mal wieder Besuch, wie könnte es auch anders sein? Der werte Leser wird sich bestimmt schon fragen, ob ich in meinem Auslandsjahr eigentlich auch etwas anderes tue, als Besuch zu haben. Doch gelegentlich mache ich auch noch andere Sachen als die Fremdenführerin zu spielen.

Letztes Wochenende war es jedoch wieder einmal so weit und ich hetzte mit meinem Besuch bei minus zehn Grad wieder einmal kreuz und quer durch die Stadt, bei dem Versuch alles Sehenswerte in drei Tage zu pressen. Ich muss ja sagen, nachdem ich das nun schon zum fünften Mal gemacht habe, bekomme ich nicht nur langsam Routine darin und mir eine eigene Route zusammengestellt, sondern vor allem langsam die Nase voll. So schön die Stadt ist und so sehr ich sie liebe, aber Fremdenführerin zu sein, that sucks. Da ich aber eine gute Gastgeberin sein will, konnte ich auch diesmal die Bitte, auf die Burg zu gehen, nicht ablehnen.

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Das böhmische Exulantendorf Rixdorf in Berlin Neukölln

Es wird ganz ruhig in Berlin, wenn man die belebte und von unzähligen Geschäften (meistens Ramschläden, Second-hand-Shops und Dönerstände) gesäumte Karl-Marx-Straße in Neukölln verlässt, in den Karl-Marx-Platz einbiegt, da, wo Böhmisches Dorf ausgeschildert ist, und als man schließlich den Richardplatz erreicht hat, ist kaum mehr etwas zu hören. Nahezu menschenleer ist es hier, irgendwie idyllisch.
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Georg von Podiebrad - Der Hussitenkönig

Ein kleiner Einblick in das Leben eines mittelalterlichen Herrschers

Wer sich ein wenig mit der Geschichte der Tschechen auseinandergesetzt hat, wird wissen, wie wichtig politische Persönlichkeiten wie Karl VI. oder Wenzel der Heilige für das Land waren. Es gibt aber auch eine Person, die für das nationale Selbstverständnis der Tschechen von sehr großer Bedeutung ist, aber deren Bekanntheit heute kaum über die Landesgrenzen hinaus reicht. Die Rede ist von Jiří z Poděbrad, auf deutsch Georg von Podiebrad genannt.
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Almost Halbzeit - Eine kleine Rückschau

Na nun bin ich doch schon ein ganzes Weilchen in wunderschönen Prag, um genau zu sein vier Monate und ein paar Tage. Lange genug jedenfalls um mal eine kleine Rückschau zu wagen, auf alles, was in der Zeit so alles passiert ist und um daraus zu schlussfolgern, was ich noch alles unbedingt machen sollte, bevor ich mich Ende September vermutlich wieder nach Deutschland bewegen muss. Es sei denn ich bestehe den Eignungstest an der Uni und kann hier meinen Abschluss machen. Doch ob dafür mein Tschechisch gut genug ist wage ich immer noch zu bezweifeln. Naja, der nächste Sprachkurs beginnt ja bald. Und mein Mitbewohner spricht nun auch ganz fleißig und  sehr geduldig mit mir Tschechisch.

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Ein virtueller Spaziergang durch Prag

Was kommt einen bei dem Schneechaos und der klirrenden Kälte der letzten Wochen mehr entgegen, wenn man Besuch hat und dieser sich die Stadt ansehen will, als ein Ausflug in das Museum der Hauptstadt Prag? Dort gibt es nämlich nicht nur das viel gepriesene Langweil Modell  der Stadt im 19. Jahrhundert zu sehen, sondern man kann sich nun auch auf einen virtuellen Rundgang durch die Stadt aufmachen.

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Märchenstunde in Haje

Es gongt. Wir sind spät dran. Es ist Freitag kurz vor acht. Zusammen mit Renata bahne ich mir meinen Weg durch die Korridore einer Schule in Haje. Vorbei an kleinen und großen Kindern mit riesigen Schulranzen. Renata ist meine Dolmetscherin für die nächsten zwei Stunden. Im Rahmen des Projekts Europa macht Schule halte ich heute zwei Unterrichtseinheiten bei Erstklässlern. Über die Märchen der Gebrüder Grimm. Ich bin ein wenig aufgeregt. Sehr aufgeregt.

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