Monatsarchiv für 7 2010

Wie ein Coitus interruptus – Aerosmith Konzert

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Also vielleicht werde ich ja alt und abgebrüht, oder es lag an den Sitzplätzen oder an der Tatsache, dass ich an diesem Tag meinen ersten Praktikumstag hatte und erstaunliche zehneinhalb Stunden arbeiten musste, was nebenbei gesagt gar nicht lustig war, aber irgendwie war das Konzert von Aerosmith so schnell um, dass ich mich bis heute frage, ob ich zwischendrin einfach eingepennt bin. Kaum waren wir da und hatten es uns auf den sündhaft teuren Sitzplätzen gemütlich gemacht, und das Bier voll luxuriös in den dafür vorgesehenen Becherhaltern platziert, kaum hatte sich die Vorband verzogen, die wir nicht gesehen haben, weil ich wegen meiner Arbeit viel zu spät kam und dann das dringende Bedürfnis nach Bier und Zigaretten hatte und das kann man ja in der O2-Arena bekanntlich nur in diesem Rauchertunnel stillen, kaum warten wir also ca. eine Stunde und kaum waren Aerosmith dann endlich auf der Bühne, kaum hatte ich mich dann etwas warm geschrien, und das Gefühl genossen auf einem Konzert einer der wirklich Großen zu sein, da verschwand Steven Tyler samt Kompagnons auch schon wieder von der Bühne. Also nicht, dass das Konzert nicht gut gewesen wäre. So kann man das nicht sagen. Nachdem Steven und der Rest die Bühne gestürmt hatten, rockten sie was ging und das heißt in ihrem Alter schon was. Die Show war auch echt gut. Nur irgendwie war die Sache so aalglatt, nichts, woran man sich nachher erinnert, nichts, was sich einem als bleibender Eindruck, als digitales Andenken an das Konzert ins Hirn gebrannt hat.

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WM-Kolumne: Für Jáchym

Es war ein Nachmittag wie gemalt, du wirst dich sicherlich nicht daran erinnern können, du bist ja noch zu klein. Papa wird dir das hoffentlich erzählen und ich habe es deinen Papa versprochen, dir zur Erinnerung zu schreiben. Ich war der komische Mann, der die ganze Zeit neben Papa gestanden hat und manchmal geplärrt hat wie ein kleines Kind. Ich schäme mich überhaupt nicht dafür, es stimmt nicht, dass Indianer nicht heulen. Lass dir das niemals einreden.

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Es grünte so grün in Prag

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Und die Rede ist hier nicht vom Austreiben irgendwelcher Pflanzen aufgrund der plötzlich einsetzenden Sonnenbestrahlung der letzten Tage, sondern vom Konzert von Green Day. Die spielten vor ein paar Tagen zusammen mit Billy Talent ein Open Air auf dem Ausstellungsgelände Vystavyste. Eigentlich ja eine ziemlich coole Sache. Und eigentlich hätte das ein wirklich toller Tag werden sollen. Das Wetter war top, meine Laune auch. Diesmal brauchte ich auch keine Ewigkeit, um zu entscheiden, was ich anziehen sollte. Mehr Probleme machte mir die Tatsache, dass keiner meiner trantütigen Freunde mitkommen wollte. Und so ein 6 Stunden-Open Air alleine kann etwas langweilig sein. Aber gut, ich bin ja schon ein großes Mädchen und ging also alleine hin.

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WM-Kolumne: Todesdrohung zurückgenommen

Nachschlag, kein Nachtreten: Seine 700 Kronen hätte Gerd Lemke trotzdem gerne zurück.

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WM-Kolumne: Todesdrohung

Viertelfinale: Urugauay – Ghana, Deutschland – Argentinien, Spanien – Paraguay

Unglaubliche Spiele, unglaubliche Arschlöcher erlebt Gerd Lemke.

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Vom Wunsch nach Krams getrieben - der größte Flohmarkt Tschechiens

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Ok, ich gebs zu, ich mag Kram. Ich sammle Kram. Das ist meine Art, mich an Sachen zu erinnern. Immer, wenn ich etwas tolles mache, irgendwo hinfahre, dann nehme ich mir Erinnerungen in Form von kleinen Souvenirs mit. Von meiner Zeit in Prag habe ich schon eine große Kiste voller Erinnerungen zum Anfassen. Ein Dutzend Konzertkarten, zwei Plecs, Münzen, getrocknete Blumen, Eintrittskarten, zwei Bierkrüge vom Bierfest, ein Drumstick und so weiter und so weiter. Das ist auch der Grund, warum ich Flohmärkte mag. Da gibt es viel Kram, alten Kram, an dem Erinnerungen von vielen Menschen hängen. Und als ich dann vor einiger Zeit erfuhr, dass es in Prag Tschechiens größten Flohmarkt geben soll und das jedes Wochenende, war ich sofort Feuer und Flamme und wäre am liebsten sofort hingegangen. Aber wie das so ist, wenn man ein Rock ‚n’ Roll-Leben führt, dann gibt es gewisse Verpflichtungen, die man erledigen muss. Die Rede ist hier von diversen Konzerten im Vagon oder sonst wo im Prager Untergrund bis früh in den Morgen. Das wiederum bedeutet, dass ich schlafe, wenn die ideale Zeit wäre sich auf zum Flohmarkt zu machen. Denn wer die besten Schnäppchen haben will, muss früh dran sein, das ist in Tschechien nicht anders als in Deutschland.

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WM-Kolumne: Boeren wieder in Südafrika angekommen

Viertelfinale: Niederlande – Brasilien

Der große WM-Tipp ist geplatzt und Gerd Lemke freut sich trotzdem.

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