Eigentlich waren meine Ostertage ja schon fest verplant gewesen – Karfreitag mal alle Viere von mir strecken und die Seele baumeln lassen und den Rest der Zeit wieder richtig ranklotzen. Immerhin müssen noch Vorbereitungen getroffen werden für Referat, Hausarbeit, Abschlussarbeit und was das Studentenleben sonst noch so von einem abverlangt. Wie es aber nun mal so ist, hätte ich nichts zu berichten, wenn nicht die Macht der Routine aufgebrochen worden wäre und das nicht Erwartete sich ereignet hätte.
"Steckbrief": Mikschi
- Website: http://blogs.tschechien-online.org/author/mikschi
- Profil: Student der Ost-Südosteuropäischen Geschichte
Beiträge von Mikschi:
Nordböhmen, Dresden und zurück - Impressionen eines Osterausflugs
Von alten Sofas, Plakaten und Nähtischen - Hostivař ganz kreativ!
Es ist ja bekanntlich nicht nur ein Gerücht, dass die sozialistische Bauweise eher als kühl, monoton und menschenunwürdig wahrgenommen wird. Auch unser Wohnheim in Praha-Hostivař bildet da keine allzu große Ausnahme. So besteht die ganze Anlage aus sieben uniform wirkenden Punkthochhäusern, die sich in ihrer äußerlichen Gestalt in nichts unterscheiden. Auch im Innenleben der einzelnen Häuser begegnet man den immer wieder gleichen Aufbau. Jedes Haus verfügt über acht Etagen, mit jeweils einem langen Gang, von dem auf jeder Seite fünf Türen zu den einzelnen Wohnräumen abgehen. Die Einförmigkeit spiegelt sich natürlich auch in den einzelnen Zimmern wieder. 12 qm, ein Bett, ein Tisch ein Schrank für jeden. Die einzige Überraschung ist, dass in manchen Häusern die Möbel schwarz lackiert sind, in anderen wiederum eine helle Holzfarbe besitzen. Um das Innenleben dieser Häuser bzw. Wohnungen freundlicher zu gestalten, müssten beispielsweise noch trendige Möbel besorgt werden.
Zeit des Abschieds
Vor zwei Wochen war es endlich so weit und meine langersehnte Bestätigung für die Verlängerung meines Erasmus-Daseins trudelte in Form eines Faxes bei meinen Betreuern ein. So konnte ich nach langem Warten beruhigt durchatmen und mir erste Gedanken machen, wie ich die kommende schöne Jahreszeit in Prag verbringen möchte.
Georg von Podiebrad - Der Hussitenkönig
Ein kleiner Einblick in das Leben eines mittelalterlichen Herrschers
Wer sich ein wenig mit der Geschichte der Tschechen auseinandergesetzt hat, wird wissen, wie wichtig politische Persönlichkeiten wie Karl VI. oder Wenzel der Heilige für das Land waren. Es gibt aber auch eine Person, die für das nationale Selbstverständnis der Tschechen von sehr großer Bedeutung ist, aber deren Bekanntheit heute kaum über die Landesgrenzen hinaus reicht. Die Rede ist von Jiří z Poděbrad, auf deutsch Georg von Podiebrad genannt.
Den ganzen Beitrag lesen »
Guiseppe Verdi - Nabucco
Tja was war ich am Montag verwirrt… Katharina gehst du am Mittwoch zu Guiseppe Verdi oder du Moni… nein die Karten sind für dich Sebastian. Gut zu wissen. Also auf in die Oper. Ein Glück, dass ich vor Antritt meines Aufenthalts noch meinen Anzug eingepackt hatte, so war ich gleich gut vorbereitet und musste mal nicht durch meinen Alltagsschlabberlook negativ auffallen. In der Oper setzte sich das Verwirrspiel gleich fort, als man an der Kasse von meiner Reservierung nichts wusste. Mit zwei schnellen Telefonaten ließ sich aber das Problem lösen und man gab mir auch richtig gute Plätze unweit der Bühne, in der fünften Reihe.
Sparta vs. Slavia – It`s Derbytime guys!
Am Mittwoch dem 02. Dezember klopfte es abends bei mir an der Tür… Kurzes Gespräch. Freitag ist Derby im Eishockey, alle kommen, bist du dabei? Klar warum nicht. Als alter Sportsfreund lasse ich mich doch gerne mal zu einem Spiel überreden. Zumal mir schon soviel von der Sportbegeisterung der Tschechen berichtet wurde, dass ich auch mal dran teilhaben wollte. Immerhin verging meine Zeit hier in Prag so schnell, dass ich es bisher nicht einmal geschafft habe, an einem Ligaspiel im Fußball teilzunehmen.
Kolej Hostivař - Die kuriosen Seiten eines ganz normalen Wohnheims
Der Name Kolej Hostivař wird bei nicht wenigen Studenten ein Zucken in Körperteilen auslösen, von dessen Existenz sie bis zum heutigen Tag nichts wussten. Bereits ein Blick in die Erfahrungsberichte der letzten Jahre offenbarte schon vor Antritt des Auslandsstudiums einen Eindruck den man kurz mit den Worten - zu dreckig, zu weit weg und viel zu laut - zusammenfassen kann. Die Konsequenz ist, dass viele erst gar nicht einziehen wollen bzw. das Wohnheim als leidiges Übergangslager bis zum Bezug der eigenen Wohnung betrachten.
Den ganzen Beitrag lesen »
Kutná Hora – Ein Weltkulturerbe östlich von Prag
Hoch zum Hradschin, Besichtigung des Veitsdom und des Museums, Karlsbrücke, Weihnachtsmarkt und Wenzelsplatz und wir hatten auch schon alles abgelaufen, was im Allgemeinen das Touristenherz höher schlagen lässt. Doch diesmal sollte das nicht genug sein. Schließlich kenne ich mich schon ein wenig aus und so machte ich den Vorschlag, die kleine Stadt Kutná Hora, auf gut Deutsch Kuttenberg, zu besuchen.
Die Vorfreude war groß. Immerhin wusste ich aus meinen Geschichtsbüchern, dass es sich bei Kutná Hora um eine der wichtigsten und größten Städte des Mittelalters in Böhmen handelte. So konnte ich mich auch an den Satz erinnern: „Wer einmal über Kutná Hora herrscht, herrscht über die Reichtümer des Landes.“ – Na, wenn das nicht Lust auf mehr macht.
Den ganzen Beitrag lesen »
Schicksal und Hoffnung – Eindrücke vom Theaterfestival deutscher Sprache
Da es mit der Landessprache noch nicht so ganz funktioniert und der letzte Versuch, ein tschechisches Theaterstück zu verstehen, kläglich scheiterte, war es doch eine große Freude zu vernehmen, dass auch in Prag ein Theaterfestival der deutschen Sprache stattfindet.
Dies war eine willkommene Gelegenheit endlich die verschiedenen Theatergebäude zu besichtigen und ein paar tschechische Freunde einzuladen, um sie mit den Tücken der deutschen Sprache zu ärgern. Den ganzen Beitrag lesen »


