"Steckbrief": MonikaKindermann

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Profil: Monika Kindermann studiert an der Ludwig-Maximilians-Universität in München im Magisterstudium Neuere und Neueste Geschichte, Geschichte Osteuropas und Südosteuropas sowie Politologie.

Beiträge von MonikaKindermann:

Vom Wunsch nach Krams getrieben - der größte Flohmarkt Tschechiens

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Ok, ich gebs zu, ich mag Kram. Ich sammle Kram. Das ist meine Art, mich an Sachen zu erinnern. Immer, wenn ich etwas tolles mache, irgendwo hinfahre, dann nehme ich mir Erinnerungen in Form von kleinen Souvenirs mit. Von meiner Zeit in Prag habe ich schon eine große Kiste voller Erinnerungen zum Anfassen. Ein Dutzend Konzertkarten, zwei Plecs, Münzen, getrocknete Blumen, Eintrittskarten, zwei Bierkrüge vom Bierfest, ein Drumstick und so weiter und so weiter. Das ist auch der Grund, warum ich Flohmärkte mag. Da gibt es viel Kram, alten Kram, an dem Erinnerungen von vielen Menschen hängen. Und als ich dann vor einiger Zeit erfuhr, dass es in Prag Tschechiens größten Flohmarkt geben soll und das jedes Wochenende, war ich sofort Feuer und Flamme und wäre am liebsten sofort hingegangen. Aber wie das so ist, wenn man ein Rock ‚n’ Roll-Leben führt, dann gibt es gewisse Verpflichtungen, die man erledigen muss. Die Rede ist hier von diversen Konzerten im Vagon oder sonst wo im Prager Untergrund bis früh in den Morgen. Das wiederum bedeutet, dass ich schlafe, wenn die ideale Zeit wäre sich auf zum Flohmarkt zu machen. Denn wer die besten Schnäppchen haben will, muss früh dran sein, das ist in Tschechien nicht anders als in Deutschland.

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geschrieben am 3. Juli 2010 in Kultur

Billy Idol - Verdammt geil in jeder Beziehung

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Was sagen uns die Worte „wasserstoffgebleicht, Rocker, geballte Faust und Lippen gekräuselt“? Genau, Billy Idol war in der Stadt und ich war dabei. An dieser Stelle würde ich gerne einige Kommentare anführen von Menschen, denen ich erzählte, dass ich auf das Konzert gehen werde. Julchen, das kinderfressende Metalgirl meinte: „ WTF Billy Idol - wie geil. Hau dich rein, das ist so voll Glam Rock.“ Mein Bruder, der nebenbei bemerkt etwas älter als ich ist, sagte: „Ich hab den vor Jahren mal live gesehen, der muss ja schon uralt sein. Aber er hatte ne coole Show. Das könnte interessant werden.“ Und eine nicht näher zu spezifizierende, jedoch in der Hackordnung von Tschechien Online über mir stehende Person, sagte:“ Diese blonde Punkschwuchtel!?!“ Wie wir also sehen, gehen die Meinungen bezüglich Billy Idols weit auseinander. Meine Ansicht zu Billy Idol nach diesem Konzert: Verdammt coole Sau und auch in seinem Alter immer noch sehr appetitlicher Body.

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geschrieben am 28. Juni 2010 in Musik, Nachtleben, Vermischtes

Zwischen Kunst und Happening - Massive Attack in der Tesla Arena

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Montag, früher Abend. Eigentlich bin ich immer noch stark lädiert von Sonisphere und eigentlich soll ich auf einer Farewell-Party einer Freundin sein. Doch wie mein Sex-Drugs und Rock ‚’n’ Roll Life so ist, gehe ich mal wieder auf en Konzert. Heute geht es zu Massive Attack. Eigentlich ja so gar nicht mein Styl. Warum ich dann hier bin, fragt der werte Leser? Ein Freund wollte hin und fragte, ob ich mitkomme. Und da ich Männer so gut wie nie was abschlagen kann, hab ich zugesagt. Doch dann sagt er natürlich ab und deshalb steh ich nun hier alleine.

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geschrieben am 27. Juni 2010 in Musik, Nachtleben, Vermischtes

In The Golden Circle - 16 Stunden Sonisphere Festival

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Erst war es nur so ein Gedanke, dann wurde es zu einer fixen Idee und letztlich zur Obsession: Ich wollte meinen 25. Geburtstag auf dem Sonisphere-Festival feiern und mit den Big 4 des Trash-Metal ein Vierteljahrhundert alt werden! Doch die Umsetzung der Obsession war schwierig. Erst mal die Suche nach einer adäquaten Begleitung. Schließlich will man ja nicht mit irgendwem seinen 25. Geburtstag feiern, aber auch nicht jeder mit dem man seinen Gebtag feiern würde, eignet sich fürs Sonisphere. Wir reden hier ja von 16 Stunden vor der Bühne stehen, egal ob bei Regen oder praller Sonne. Und mit vor der Bühne meine ich auch genau das. Ich hatte nämlich keine Lust, mich mit 40.000 Menschen irgendwo einen Kilometer von der Stage entfernt um ein bisschen Platz zu prügeln und Metallica, Slayer, Megadeath und Anthrax in Größe von Strichmännchen am Ende des Horizonts rumwackeln zu sehen. Doch da war schon das nächste Problem. Nicht dass es keine Tickets gegeben hätte, die einem das erlauben. Doch die waren verdammt teuer. Da wir uns ewig nicht entscheiden konnten, wer nun mitkommt und überhaupt, waren sie am Ende bei über 4000 Kronen und damit way out of possibility. Da ich aber ein Sturkopf bin, und mir in den Kopf gesetzt hatte, in der ersten Reihe zu stehen, musste eine Alternative zum hiesigen Ticketverkauf her. Das Zauberwort war ebay. Drei zwei eins meins hatte ich dann zwei Tickets für den Golden Circle, also den Wellenbrecher direkt vor der Bühne, für den Preis von zwei einfachen Stani-Tickets ergattert. Die kamen dank eines superlieben Ebayers und zufälligen Besuchs aus Deutschland dann auch noch rechtzeitig am Freitag bei mir an.

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geschrieben am 27. Juni 2010 in Kultur, Musik, Vermischtes

Der sexiest Gitarrengott live

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Slash war in der Stadt. Ok, wie ich feststellen musste kennt so gut wie keiner in meinem Umfeld Slash. Das ist traurig und wirft so einige Fragen auf. Als erstes: mit wem hänge ich hier eigentlich rum? Zweitens: wie kann man in meinem Alter oder älter sein und Slash nicht kennen? Ich meine, was haben denn alle in den 1980er und Anfang der 1990er gemacht. Um das Verwirrspiel mal aufzulösen, und dem werten Leser zu sagen, was ihn in diesem Artikel erwartet: Slash war der Gitarrist von Guns N’ Roses. Und das wiederum war eine der  erfolgreichsten Hard-Rock-Bands der Welt. Manch einem mögen Lieder wie „november rain“, „sweet child of mine“ oder „paradies city“ vielleicht was sagen. Mitte der 90er trennten sich dann die Wege der Musiker. Offiziell gibt es GNR zwar noch, jedoch nur noch mit Axel Rose. Und seien wir mal ehrlich, der ist inzwischen eine ganz traurige Gestalt. Doch wie dem auch immer sei, Slash und damit einer der besten Gitarristen der Welt war hier. Seit ich wusste, dass er hier eine Ging spielten würde, konnte ich nicht mehr schlafen. Seit ich denken kann und GNR hören, das ziemlich zeitgleich passiert sein dürfte, ärgere ich mich, dass ich es nie auf ein Konzert von ihnen geschafft habe. Also ich meine eins, als es sich noch um die echte Band gehandelt hat. Und nun kam Slash in die Stadt, so nah würde ich GNR vermutlich nie mehr kommen.

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geschrieben am 15. Juni 2010 in Musik, Nachtleben, Vermischtes

Einmal Knochenkirche und zurück

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Die Uni ist vorbei- was bietet sich da mehr an, als endlich die schon lange geplanten Städtereisen durch die Republik zu unternehmen? Gut, das Wetter ist nicht wirklich geeignet dafür. Aber da wir dank globaler Erwärmung sowieso nicht mehr mit einem Sommer rechnen können, haben wir beschlossen, trotz Regen das uns inzwischen bestens bekannte und touristisch gut erschlossene Prag zu verlassen und uns in die Provinz zu wagen. Die Mehrheitsentscheidung fiel zugunsten von Kutna Hora aus, und so fand ich mich letzten Montag um 10 Uhr morgens im Zug in die 70 Kilometer von Prag entfernt Stadt wieder.

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geschrieben am 10. Juni 2010 in Sehenswürdigkeiten, Vermischtes

Speedway Grand Prix - dem Tod ins Auge geblickt

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Es ist Samstagnachmittag, drückende Schwüle liegt über Prag. Scheint, als hätte sich das Wetter besondere Mühe gegeben, sich an das heutige Event anzupassen. Heute findet nämlich in Prag der Speedway Grand Prix statt und es liegt eine aufgeregte Angespanntheit in der Luft.

Schon von weitem können die Fotoschnecke und ich das Heulen der Einzylinder-Viertakter hören und läuft dabei ein wohliger Schauer den Rücken hinab. Mit jedem Schritt, dem wir uns der Rennstrecke nähern, wird das Polizeitaufgebot größer. An jeder Straßenecke stehen fette Einsatzwägen, am Eingang zur Rennstrecke sogar die Ankündigung, dass Patrouillen mit Spürhunden unterwegs sind. Ob das nun aus Angst vor Anschlägen ist, oder zur Vermeidungen von Drogenkonsum auf dem Areal? Bevor ich darauf eine endgültige Antwort bekomme, sind wir auch schon drin. Ehrlich gesagt bin ich von den Menschenmassen doch etwas erstaunt. Immerhin ist der Marketa-Autoklub ja nicht so wirklich groß und Speedway in Tschechien nun auch nicht ein so angesagter Sport. Und irgendwie sind auch nicht so wirklich viele Tschechen da. Die Massen sind in rot und weiß gehüllt. Dumm nur, dass es da nun zwei Möglichkeiten gibt, wen sie unterstützen: Polen oder Dänemark? Ich würde sagen, dass gut 90% von ihnen Polen sind, der Rest dürfte sich aus dem hohen Norden hierher verirrt haben.

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geschrieben am 8. Juni 2010 in Sport, Vermischtes

Prager Bierfest - Das Oktoberfest des Ostens?

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Wie dem werten Leser bisher vermutlich verborgen geblieben ist, komme ich ja aus Bayern, also genauer gesagt fast genau aus München. Und für was ist München in der ganzen Welt bekannt? Genau, für das Oktoberfest. Als ich dann vor kurzem mitbekommen habe, dass hier in Prag ein Bierfest stattfindet, welches sich rühmt, das Oktoberfest Tschechiens zu sein, musste ich natürlich hin, um das zu überprüfen. Nicht, dass ich ein Wiesnprofi wäre, aber so ein Vergleich ist doch ganz schön gewagt, fand ich. Eigentlich wollte ich mich dann auch gleich in der ersten Woche auf nach Letňany machen. Doch wie das im Leben und mit Plänen so ist, kommt es erstens immer anders und zweitens als man denkt. Letztlich hab ich es dann erst am vorletzten Tag geschafft, mich auf das Oktoberfest Prags zu begeben, und das ganz ohne Dirndl.

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geschrieben am 7. Juni 2010 in Kulinarisches, Kultur, Vermischtes

KISS - What a crazy night

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Die Aufregung ist groß, das Chaos auch. Wo ist meine Strumpfhose? Warum pass ich nicht mehr in den Rock? Bin ich so fett geworden? Scheiße, die Schuhe passen ja gar nicht zum Rest! So tönt es aus meinem Zimmer. Gut, dass ich schon fertig bin. Aber ich hab mir ja auch schon seit Wochen überlegt was ich anziehe: Das Zipkleid und dazu die Overknees. Eigentlich wollte ich mir ja noch das Leopardentop kaufen und dazu den Lederrock. Aber dann dachte ich mir, es ist eh dunkel, wozu sich aufbrezeln. Ja, die zwei Mädels, die mein schön aufgeräumtes Zimmer gerade in einen Affenstall verwandeln, sehen das anders. Immer noch durchfühlen sie die Koffer und Tüten, die sie aus München, beziehungsweise Nürnberg, mitgebracht haben. Ja ganz recht, sie sind extra angereist - wegen KISS!

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geschrieben am 28. Mai 2010 in Kultur, Musik, Nachtleben, Vermischtes
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