"Steckbrief": NKoehler
- Website: http://www.yperit.cz
- Profil: Niels Köhler, geboren 1969 in Göttingen. Lebt und arbeitet seit 1997 in Prag.
Beiträge von NKoehler:
Die Gefahr ist keineswegs gelb, und sie kommt auch nicht aus China, sondern aus der Mitte der tschechischen Gesellschaft: die Rede ist diesmal jedoch nicht vom Hundedreck, sondern trotzdem von der Bedrohung des geistigen Eigentums durch skrupellose Produkt- und Markenpiraten.
Nachdem jüngst sogar die tschechische Polizei im Zusammenhang mit ihrem neuen Streifenwagendesign unter Plagiatsverdacht geriet, verwundert es nicht, dass auch die politische Elite des Landes dem Schutz der immateriellen Güter wenig Respekt entgegenbringt. Vor allem, wenn Wahlkampf ist und es gilt, dem politischen Gegner die Butter vom Brot zu nehmen.
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geschrieben am 14. April 2008 in
Politik und Zeitgeschichte
Auf öffentlichen Ausschreibungen in Tschechen scheint allgemein kein Segen zu liegen. Kapsch, Steyr, Kaplický - altehrwürdige Namen, die hierzulande aber vor allem mit einer “anabáze” assoziiert werden - Fortsetzungsgeschichten voller Pleiten, Pannen und Peinlichkeiten: Mautsystem, Radpanzer, Nationalbibliothek. Bisher kann man nur beim Mautsystem von einem Happy End sprechen (zumindest wohl aus der Sicht des Unternehmens Kapsch).
Neuester Fall, der allenthalben Spott hervorruft, ist das am Montag der Öffentlichkeit vorgestellte Design für die tschechischen Polizeiautos, mit denen neue Dienstwagen künftig auf die Piste geschickt werden sollen. Auf den Seitentüren angebrachtes Motto: “Helfen und schützen”.
Nicht nur erinnern die reflektierenden flippig-gelben Seitenstreifen auf den Fahrzeugen viele Tschechen verdammt an SS-Runen, obendrein steht das Design nun auch noch unter dem Verdacht, ein Plagiat zu sein. Doch urteilen Sie selbst…
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geschrieben am 2. April 2008 in
Vermischtes,
Wirtschaft
Cineasten werden es sicherlich nicht übersehen haben: Am surrealistischen Mittagstisch wimmelt es nur so von Zitaten des Charlie-Chaplin-Klassikers “Goldrausch”. In einer der berühmtesten Szenen verspeist Chaplin dort als eingeschneiter hungriger Tramp genüsslich seinen eigenen Schuh. Den hatte er zuvor als Thanksgiving-Festmahl für sich und seinen Kumpel Big Jim (Mack Swain) in einer windschiefen Goldgräberhütte gekocht.
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geschrieben am 19. März 2008 in
Gastronomie,
Kulinarisches,
Kultur
Nachdem die špekáčky zum Frühstück mit Bier im Pappbecher hoffentlich Appetit auf mehr gemacht haben, begeben wir uns nun zum Mittagessen. Beim zweiten Teil von Jan Švankmajers surrealistischem Anmimationsfilm tauchen wir ein in die gute alte, fast gänzlich untergegangene, Restaurant-(Un)Kultur der realsozialistischen Tschechoslowakei.
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geschrieben am 18. März 2008 in
Gastronomie,
Kulinarisches,
Kultur
Kulinarische und gastronomische Zeitenwende: Der erste Stern des Guide Michelin, der je an ein Restaurant in Osteuropa vergeben wurde, leuchtet seit einigen Tagen über dem Prager Restaurant Allegro und dem Hotel Four Seasons. Dank der geschickten italienischen Händchen von Meisterkoch Andrea Accordi (Foto).
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geschrieben am 17. März 2008 in
Gastronomie,
Kulinarisches,
Kultur
“Mit dem Liebes- und Privatleben von Politikern sieht man es in Tschechien allgemein nicht so eng. Es gilt zunächst einmal als Privatsache, getreu dem Motto: Lieben und lieben lassen. Außerheliche Affären, Seitensprünge, in die Brüche gegangene Familien - für die Boulevardmedien ist das natürlich trotzdem ein gefundenes Fressen.” Hatten wir das nicht schon einmal?
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geschrieben am 12. März 2008 in
Boulevard,
Politik und Zeitgeschichte
Mit dem Liebes- und Privatleben von Politikern sieht man es in Tschechien allgemein nicht so eng. Es gilt zunächst einmal als Privatsache, getreu dem Motto: Lieben und lieben lassen. Außerheliche Affären, Seitensprünge, in die Brüche gegangene Familien - für die Boulevardmedien ist das natürlich trotzdem ein gefundenes Fressen.
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geschrieben am 8. März 2008 in
Boulevard,
Politik und Zeitgeschichte
Bei YouTube findet man den vom Tschechoslowakischen Fernsehen aufgezeichneten Mitschnitt eines Konzerts von Karel Kryl aus den Tagen der “Samtenen Revolution”.
Bei dem Konzert am 3. Dezember 1989 in der Sportovní hala in Prag (wo ist das heute? - ist das die T-Mobile-Arena auf der Výstaviště?!) singt Karel Kryl unter anderem “Morituri te salutant” und “Lásko”.
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geschrieben am 5. März 2008 in
Kultur,
Musik
Nein, erinnert hat heute offenbar keine tschechische Zeitung daran. Warum auch, es ist schließlich kein rundes Jubiläum: Am 3. März 1994 starb in München der Liedermacher und Dichter Karel Kryl. Auch in meinem Kalender ist das Datum nicht rot angestrichen und so kann ein “Nachruf” oder “Karel-Kryl-Gedenkartikel” aus Zeitgründen getrost bis zum nächsten - dann 15. Jubiläumsjahr - warten.
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geschrieben am 3. März 2008 in
Musik,
Politik und Zeitgeschichte
Brüderlich mit Herz und Hand - von wegen: Was denken sich tschechische Schülerinnen für eine Klassenkamaradin als besonders fiese Strafe für eine verlorene Wette aus? Klare Sache: Sie lassen die Unglückliche in das viel zu enge Aerobic-Dress ihrer besten Freundin schlüpfen und sie in der Deutschstunde vor versammelter Klasse die deutsche Nationalhymne vorsingen.
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geschrieben am 29. Februar 2008 in
Musik,
Sport,
Vermischtes