Bio in Prag

Als Berliner Göre, die in Kreuzkölln lebt (das Gebiet zwischen Kreuzberg und Neukölln), bin ich in Bezug auf Biolebensmittel verwöhnt und greife vor allem im Bereich der Milchprodukte gerne zu. Auch fair gehandelter Kaffee ist mir sehr wichtig und steht immer in meinem Küchenregal. Die Berliner Infrastruktur ist diesbezüglich besonders in Kreuzberg und Friedrichshain sehr gut ausgebaut. Mittlerweile gibt es sogar einige Bio-Supermarktketten (LPG, Bio Company, viv) und auch die Discounter, allen voran Plus und Lidl machen den Trend mit. Diese Entwicklung ist dann schon wieder etwas fragwürdig, weil kleine private Bioläden es schwerer haben zu überleben.

Auch in Prag wollte ich nicht auf diesen von mir favourisierten Lebensstil verzichten. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach vergleichbaren Einrichtungen in der tschechischen Hauptstadt. (mehr…)

Schlemmen in der Obstbar Ovocný Světozor

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Ob vor oder nach einem Kinobesuch im Svĕtozor, oder um mich eistechnisch für einen entspannten Spaziergang im anliegenden Franziskaner-Garten zu wappnen-Ovocný Svĕtozor geht immer.

Und da ist sie auch schon wieder-die lange Warteschlange, die sich aus der Ladentür bis in die Passage hinein windet. Sie ist ein Phänomen, das einfach zur Svĕtozor-Passage in der Vodičková dazu gehört. Mag sie im Allgemeinen ein Fluch sein-sei es an der Supermarktkasse, in der Bibliothek oder an der Bar im Club- hier ist die Warteschlange ein Segen. Denn die Auswahl der jeweiligen Leckerei verlangt mir jedes Mal viel Zeit und vorallem Entscheidungsfreude ab. Weiterhin sind Berührungsängste bezüglich Sahne- und Zuckerkalorien hier vollkommen fehl am Platz.
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U Fleků: Augen auf!

Nach einigen Monaten in Prag erlebt mein Reiseführer ein unglückliches Dasein. Zwischen Lehrbüchern und Zettelwirtschaft findet mein in der Anfangszeit gut genutztes Büchlein immer häufiger seinen Platz im Regal. Vielleicht hätte ich dem Kapitel über Restaurants mehr Beachtung schenken sollen. Doch als ich ihn schließlich vor einigen Tagen zur Hand nehme, ist es schon zu spät: Ich bin in die Touristenfalle getappt.

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In der Ferne, so nah

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Heute nur ganz kurz ein Lektüre-Tip: Eine Ausgabe der Zeitschrift “fluter”, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung 2003.

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Deutschland – das Land der Biertrinker!…??

bier.bmpKlar, trinkt man in Deutschland mehr Bier, als in anderen Ländern, es gibt zahlreiche Brauereien und Deutschland ist ja auch für die besonders gute Qualität und die lange Tradition des Bierbrauens bekannt. Dass die deutsche Nationalität im Bewusstsein von Ausländern jedoch so stark mit dem Konsum von Bier verknüpft ist, war mir nicht bewusst.

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Pasta mit Brennesseln, Sahne und Parmesan

BrennesselEndlich ein warmer Samstag. Wir nutzen ihn zu einem Ausflug aufs Land und zur Pflege einer frühjährlichen Familientradition, die ich von meiner Mutter übernommen habe und im Begriff bin, an meine Kinder weiterzugeben: Brennnesseln sammeln und hinterher auf alle möglichen Arten zum Essen zubereiten. Es ist eine leckere (billige sowieso) und sehr gesunde Alternative zum gewöhnlichen Spinat - vorausgesetzt, man kennt von Verkehr, Agrarchemie und Gassigehern verschonte Stellen. So eine liegt am Ufer der Jizera (Iser) unweit des Dörfchens Kochánky (Karte).

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Frankreich – das Land der Spitzenköche und Gourmets? Und: wie man an einen Mixer heran kommt

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Nachdem wir gestern Nacht um zwölf im Zimmer meines französischen Mitbewohners standen und zu seinem Geburtstag „Joyeuse anniversaire“ zum Besten gaben, sollte für heute Abend ein Festmahl auf dem Plan stehen.

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Švankmajers “Food” (Teil 3): Dinner For One

Chaplins GoldrauschCineasten werden es sicherlich nicht übersehen haben: Am surrealistischen Mittagstisch wimmelt es nur so von Zitaten des Charlie-Chaplin-Klassikers “Goldrausch”. In einer der berühmtesten Szenen verspeist Chaplin dort als eingeschneiter hungriger Tramp genüsslich seinen eigenen Schuh. Den hatte er zuvor als Thanksgiving-Festmahl für sich und seinen Kumpel Big Jim (Mack Swain) in einer windschiefen Goldgräberhütte gekocht.

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Švankmajers “Food” (Teil 2): Naked Lunch

Nachdem die špekáčky zum Frühstück mit Bier im Pappbecher hoffentlich Appetit auf mehr gemacht haben, begeben wir uns nun zum Mittagessen. Beim zweiten Teil von Jan Švankmajers surrealistischem Anmimationsfilm tauchen wir ein in die gute alte, fast gänzlich untergegangene, Restaurant-(Un)Kultur der realsozialistischen Tschechoslowakei.

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Švankmajers “Food”: Fast Food, Kannibalismus und der Stern im Michelin

Andrea AccordiKulinarische und gastronomische Zeitenwende: Der erste Stern des Guide Michelin, der je an ein Restaurant in Osteuropa vergeben wurde, leuchtet seit einigen Tagen über dem Prager Restaurant Allegro und dem Hotel Four Seasons. Dank der geschickten italienischen Händchen von Meisterkoch Andrea Accordi (Foto).

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