Zeit für Tee

Wie schon an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt – gesund ist das Leben als Austausch-Studentin in Prag nicht. Der in meiner bayerischen Wahlheimat paternalistisch ausgeartete Nichtraucherschutz hat die tschechische Hauptstadt noch nicht erreicht, das Bier ist immer noch billig und mein Stundenplan lässt zugegebenermaßen genug Zeit um sich mehrmals die Woche diesen widrigen Bedingungen auszusetzen. Nach einem Semester hier bin ich ein bisschen erschöpft. Zum Glück sind die Tschechen ein findiges Volk und haben eine konzeptuelle Alternative zu Bier, Rauch und Kellermief (die guten Bars befinden sich in Prag alle im Souterrain!) entwickelt – die Čajovna. Im Folgenden zwei Tipps, beide in Prag 7, vom Zentrum aus aber in weniger als 20 Minuten zu erreichen.

(mehr…)

Hotová Jídla - Fast Food auf tschechisch

Nach zwei bis drei Wochen hat man genug. Es ist zu eintönig, zu fad und viel zu wenig. Man bekommt sein Mittagessen zwar für unschlagbar günstige 30 bis 40 Kc, aber es ist einfach nie genug. Man muss sich Alternativen suchen. Kochen zum Beispiel! Allerdings hat man da schon am ersten Tag festgestellt, dass Kochen in Hostivar mitunter zur Kunst mutieren kann. Was bleibt? Ja, natürlich. McDonald’s ist zwei Tramminuten entfernt, genauso wie eine Kette die chinesisches Essen anbietet und natürlich der etwas teurere Italiener „Da Vinci“ (alle im Interspar). Doch ist es wirklich gut, sich Tag ein Tag aus mit Cheeseburgern, gebratener Hähnchenbrust mit Nudeln oder Pizza „Volcano“ vollzustopfen? Und das womöglich zweimal am Tag?

(mehr…)

Suppenkaspers Gespür für Schnee

Viele Dinge haben mich davon abgehalten hier mal richtig aktiv zu werden in meinem Blog. Uni-Essays, Uni-Referate, der Weg zur Uni (50 be********* Minuten) uni so weiter. Aber jetzt habe ich das Schlimmste überstanden und da dachte ich mir, „Machste mal was, wasde schon vor zwei Wochen machen wolltest und geh‘ in das Thai-Restaurant ‚Yam-Yam‘ in Vysehrad und bestellste die ‚schärfste Suppe Prags‘“, die, wenn man sie brav aufisst, umsonst bekommt! (mehr…)

Prager Bierfest - Das Oktoberfest des Ostens?

bierfest.jpg

Wie dem werten Leser bisher vermutlich verborgen geblieben ist, komme ich ja aus Bayern, also genauer gesagt fast genau aus München. Und für was ist München in der ganzen Welt bekannt? Genau, für das Oktoberfest. Als ich dann vor kurzem mitbekommen habe, dass hier in Prag ein Bierfest stattfindet, welches sich rühmt, das Oktoberfest Tschechiens zu sein, musste ich natürlich hin, um das zu überprüfen. Nicht, dass ich ein Wiesnprofi wäre, aber so ein Vergleich ist doch ganz schön gewagt, fand ich. Eigentlich wollte ich mich dann auch gleich in der ersten Woche auf nach Letňany machen. Doch wie das im Leben und mit Plänen so ist, kommt es erstens immer anders und zweitens als man denkt. Letztlich hab ich es dann erst am vorletzten Tag geschafft, mich auf das Oktoberfest Prags zu begeben, und das ganz ohne Dirndl.

(mehr…)

Bio in Prag

Als Berliner Göre, die in Kreuzkölln lebt (das Gebiet zwischen Kreuzberg und Neukölln), bin ich in Bezug auf Biolebensmittel verwöhnt und greife vor allem im Bereich der Milchprodukte gerne zu. Auch fair gehandelter Kaffee ist mir sehr wichtig und steht immer in meinem Küchenregal. Die Berliner Infrastruktur ist diesbezüglich besonders in Kreuzberg und Friedrichshain sehr gut ausgebaut. Mittlerweile gibt es sogar einige Bio-Supermarktketten (LPG, Bio Company, viv) und auch die Discounter, allen voran Plus und Lidl machen den Trend mit. Diese Entwicklung ist dann schon wieder etwas fragwürdig, weil kleine private Bioläden es schwerer haben zu überleben.

Auch in Prag wollte ich nicht auf diesen von mir favourisierten Lebensstil verzichten. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach vergleichbaren Einrichtungen in der tschechischen Hauptstadt. (mehr…)

Schlemmen in der Obstbar Ovocný Světozor

buffet1.JPG

Ob vor oder nach einem Kinobesuch im Svĕtozor, oder um mich eistechnisch für einen entspannten Spaziergang im anliegenden Franziskaner-Garten zu wappnen-Ovocný Svĕtozor geht immer.

Und da ist sie auch schon wieder-die lange Warteschlange, die sich aus der Ladentür bis in die Passage hinein windet. Sie ist ein Phänomen, das einfach zur Svĕtozor-Passage in der Vodičková dazu gehört. Mag sie im Allgemeinen ein Fluch sein-sei es an der Supermarktkasse, in der Bibliothek oder an der Bar im Club- hier ist die Warteschlange ein Segen. Denn die Auswahl der jeweiligen Leckerei verlangt mir jedes Mal viel Zeit und vorallem Entscheidungsfreude ab. Weiterhin sind Berührungsängste bezüglich Sahne- und Zuckerkalorien hier vollkommen fehl am Platz.
. (mehr…)

U Fleků: Augen auf!

Nach einigen Monaten in Prag erlebt mein Reiseführer ein unglückliches Dasein. Zwischen Lehrbüchern und Zettelwirtschaft findet mein in der Anfangszeit gut genutztes Büchlein immer häufiger seinen Platz im Regal. Vielleicht hätte ich dem Kapitel über Restaurants mehr Beachtung schenken sollen. Doch als ich ihn schließlich vor einigen Tagen zur Hand nehme, ist es schon zu spät: Ich bin in die Touristenfalle getappt.

(mehr…)

In der Ferne, so nah

mmluee_102x140.jpg

Heute nur ganz kurz ein Lektüre-Tip: Eine Ausgabe der Zeitschrift “fluter”, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung 2003.

(mehr…)

Deutschland – das Land der Biertrinker!…??

bier.bmpKlar, trinkt man in Deutschland mehr Bier, als in anderen Ländern, es gibt zahlreiche Brauereien und Deutschland ist ja auch für die besonders gute Qualität und die lange Tradition des Bierbrauens bekannt. Dass die deutsche Nationalität im Bewusstsein von Ausländern jedoch so stark mit dem Konsum von Bier verknüpft ist, war mir nicht bewusst.

(mehr…)

Pasta mit Brennesseln, Sahne und Parmesan

BrennesselEndlich ein warmer Samstag. Wir nutzen ihn zu einem Ausflug aufs Land und zur Pflege einer frühjährlichen Familientradition, die ich von meiner Mutter übernommen habe und im Begriff bin, an meine Kinder weiterzugeben: Brennnesseln sammeln und hinterher auf alle möglichen Arten zum Essen zubereiten. Es ist eine leckere (billige sowieso) und sehr gesunde Alternative zum gewöhnlichen Spinat - vorausgesetzt, man kennt von Verkehr, Agrarchemie und Gassigehern verschonte Stellen. So eine liegt am Ufer der Jizera (Iser) unweit des Dörfchens Kochánky (Karte).

(mehr…)

TOPlist