Festivalsaison in Tschechien: Povalec (05. - 07. August 2011)

Auch wenn der Sommer gerade ein bisschen schwächelt - die Festival-Saison ist in vollem Gange und natürlich hat auch die Tschechische Republik so einiges zu bieten für Liebhaber von Bier aus Plastikbechern, Dixie-Klos und Camping im Matsch ohne Nachtruhe, Zelte und Vorzelte so dicht nebeneinander, dass kein Platz zum Durchgehen bleibt. Für mich ist es ohnehin unerklärlich, dass Deutschlands Festivals trotz der dort vorherrschenden Preise nach wie vor gut besucht sind, finden sich doch in unmittelbarer Nachbarschaft Alternativen, die so gut wie jedes Genre abdecken und in Sachen Preis/Leistung weit mehr überzeugen. Und tatsächlich attraktieren Veranstaltungen wie das HipHop Kemp oder Rock for People (beide in Hradec Kralove) zunehmend ein internationales Publikum. Vom Kommerz noch gänzlich unberührt ist das Povalec-Festival im kleinen Örtchen Valec nahe Karlovy Vary, das in diesem Jahr vom 05. - 07. August statt findet.
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Tschechischer Filmemacher gewinnt Preis im Filmfestival der Meere von Dünkirchen

Dünkirchen/Dunkerque - Der tschechische Filmemacher Steve Lichtag gewinnt mit der Dokumentation „Die letzten Jäger“ beim weltweit ersten Festival für Filme über das Meer „Les écrans de la mer“, das vom 1. bis 3. Juli im nordfranzösischen Dünkirchen abgehalten wurde, den 1. Preis in der Kategorie für Filme über die Meeresberufe erhalten.

Der Film handelt von den letzten, traditionellen Waljägern der indonesischen Insel Lembata, und erzählt die Geschichte von Fischern, die zur Ernährung des Dorfes in einfachen Ruderbooten Potwale mit Harpunen jagen. In jüngster Zeit werden die Jäger zunehmend von westlichen Umweltschutz-NGOs zur Aufgabe der Tötung der bedrohten Meeressäugern gedrängt. (mehr…)

Karel Schwarzenberg sucht ein Logo für die Menschenrechte

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Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg soll mitentscheiden, durch welches Logo die Menschenrechte künftig repräsentiert werden sollen. Er ist Teil einer international besetzen Jury, der unter anderem auch Guido Westerwelle, Michail Gorbatschow und der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales angehören. Ab heute und bis zum 31. Juli 2011 kann jeder Interessierte eigene Entwürfe einreichen. Als Siegesprämie winken bis zu 5000 Euro. (mehr…)

Sie haben die Emo-Welle überlebt. Funeral For A Friend in der Futurum Music Bar

Leicht hatten es die fünf Waliser in den letzten Jahren nicht. Vor gut 10 Jahren fand die Emo/Screamo-Bewegung ihre ersten Anhänger in Europa. Die Jungs von Funeral For A Friend waren mit ihrem Album „Casually Dressed & Deep In Conversation“ ganz vorne dabei, als das Wort Emo zum ersten mal in Europa die Runde machte. Danach veröffentlichte die Band eher poppige Platten, die einige Fans der ersten Stunde enttäuschten. Doch wenn man heute auf diese eher unbeachteten Longplayer zurückblickt, bemerkt man, dass kein schlechtes Album dabei gewesen ist und die Band seit ihrem Debüt eine sehr positive Entwicklung durchgemacht hat. (mehr…)

Filmgruppenausflug

Und schon wieder bin ich in der Stadt. Beinahe könnte man meinen, ich wohne wieder hier. Leider ist es diesmal nicht das pure Vergnügen, was mich hierher führt. Für das Projektmodul meines Studiengangs werde ich gleich ein Interview mit dem ehemaligen Chef von Radio Free Europe, Pavel Pecháček führen. Gleich heißt, wenn ich auf den letzten Metern zu ihm nicht doch noch in Ohnmacht falle. (mehr…)

Drei Tage in der heimlichen Hauptstadt Polens

Die polnische Stadt Krakau scheint ein sehr beliebtes Ausflugsziel aller ERASMUS-Studenten zu sein. Doch warum nehmen so viele diesen mühsamen Weg auf sich? Der Blick auf die Landkarte erweckt den Eindruck die 750000 Einwohner Stadt sei nicht weit weg von Prag entfernt. Doch die Anreise gestaltet sich letztendlich sehr zeitintensiv. Neun Stunden sitzen wir dreizehn ERASMUS-Studenten im Nachtzug und wünschten uns keine arme Studenten zu sein. Ansonsten hätten wir Schlafplätze im Schlafwagen gebucht. Nichtsdestotrotz kann man die Zeit im Zugabteil bei netten Unterhaltungen mit den Kollegen aus Frankreich, Portugal, Belgien und Schweden sehr gut absitzen. Einige versuchen sich an Trinkspielen zu erfreuen oder mit weiteren Reisenden aus Philadelphia oder Sao Paulo ins Gespräch zu kommen. Zu später Stunde zückt manch einer sogar sein iPod um einer schwedischen Dokumentation zu lauschen und vollkommen relaxed für ein paar Stunden im Sitzen zu schlafen. (mehr…)

Godspeed You! Black Emperor im Palác Akropolis: Ein reinigendes Klanggewitter

Den ganzen Tag ist man von Geräuschen und Klängen umgeben: Das Klingeln des Weckers, das Blubbern der Kaffeemaschine, Autos, die am Fenster vorbeifahren, aufgeschnappte Gesprächsfetzen, Kinderlachen, Musik natürlich (teils gewollt und teils ungewollt). Ein einziges großes akustisches Rauschen eben. Da ist auch ganz schön viel Müll dabei, den die Ohren Tag für Tag schlucken müssen, wenn man mal drüber nachdenkt.

Doch es gibt ein Gegenmittel: Musik, auf die man sich fokussieren und die man in sich aufnehmen muss. So wie die des kanadischen Musikerkollektivs Godspeed You! Black Emperor. Mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Geige, Glockenspiel und Cello kreiert die Gruppe atmosphärische Klangwelten. Die Musik klingt dabei häufig traurig oder gar verzweifelt, doch immer wieder blitzt auch Hoffnung durch. Eine Art apokalyptische Endzeitvision einer Welt, die dann doch immer weiter geht. Und wenn man den rein instrumentalen, ellenlangen und komplexen Songs lauscht, erscheint die schon immer idiotische Unterscheidung zwischen U- und E-Musik gleich noch idiotischer.
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Praha a zpět - Heimaturlaub Teil II

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Durch lautes Gemaunze und ein paar Krallen geweckt, begann dann mein nächster Tag.

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Kultur statt Kneipe (Teil 1)

Das deutschsprachige Theaterfestival in Prag

Dass es auch in meinem zweiten Blogeintrag um kulturelle Aktivitäten geht, soll über die Realität nicht hinweg täuschen: Dem Klischee gemäß beschränkte sich mein Entdeckergeist in den ersten zwei Monaten meines Auslandssemesters größtenteils auf Bars, Club und tschechische Biersorten. Irgendwann muss mit dem Verschieben des Kulturprogramms aber Schluss sein, später ist jetzt, dachten sich meine Mitbewohnerin und ich, und besorgten uns Anfang November Karten für das deutschsprachige Theaterfestival in Prag. (mehr…)

Monet - Warhol Ausstellung in der Prager Nationalgalerie

Das Lesen der Ankündigungen für Ausstellungen ist ja so eine Sache. Fast immer handelt es sich laut Veranstalter ausschließlich um die Meisterwerke des jeweiligen Künstlers und da machte auch die Prager Nationalgalerie mit ihrer “Monet-Warhol” Ausstellung keine Ausnahme. Hier wird mit Superlativen nicht gegeizt und so ist die Ausstellung, etwas zugespitzt formuliert, eines der größten kulturellen Ereignisse, die Prag in den letzten 20 Jahren passiert ist. Gezeigt werden u.a. Werke von Magritte, Ernst, Klein, aber auch Fans von Pop-Art sollten dank Größen wie Lichtenstein oder natürlich Warhol auf ihre Kosten kommen.

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