Liebesgrüße aus Karlsbad: Robert de Niro unterstützt Barack Obama


Internationales Filmfestival Karlovy Vary bedeutet Glamour und in der an Nachrichten armen Ferienzeit selbstverständlich ein gefundenes Fressen für die Journaille. Wenn dann ein Filmstar vom Schlage eines Robert de Niro auf dumme Reportporterfragen nicht nur die üblichen Artigkeiten von sich gibt (”Was halten Sie von der tschechischen Küche? “Oh ja, ich mag die tschechische Küche, aber ich mag auch die französische oder die thailändische…”), sondern sich sogar zu politischen Stellungnahmen hinreißen lässt, ist das allemal eine Meldung wert. So heute für den Server Novinky.cz: “Robert de Niro in Karlsbad: Zeit für einen Wechsel, Obama wird Präsident”.

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Zlín - eine Stadt im Filmfieber

goldenapple.jpgDas internationale Filmfest in Zlín, einer relativ kleinen, in Ostmähren gelegenen Stadt, ist nicht nur ein Filmfest für Kinder und Jugendliche, sondern auch eines mit ihnen, über sie und von ihnen. Neben dem Hauptprogramm (Filme, Filme, Filme, die übrigens alle kostenlos sind) gibt es ein Rahmenprogramm, das kreative Aktionen, live Musik, Seminare, psychologische Beratung, Ausstellungen und Preisverleihungen beinhaltet. Drei Tage habe ich mich durch die Film- und Fernsehwelt treiben lassen und war mehr als nur einmal überrascht, begeistert und betroffen.
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Tito, Russland und die Tschechoslowakei

Im Diskussionsreigen um das Jahr 1968 stand beim Prague Writers Festival das Thema Russland auf dem Programm. In einer lebhaften Diskussion erfuhr der Zuhörer aber auch so manches über andere ehemals sozialistische Staaten. Den Erinnerungswettstreit fasst Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) zusammen.

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1968: Mexiko, Griechenland und amerikanische Asylanten

Mit dem Schlagwort aus Barack Obamas Kampagne „change“ – „Wechsel“ war die zweite Diskussionsrunde des Guardian betitelt. Befragt wurden fünf Schriftsteller aus drei Ländern und sollten sich mit der Leitfrage auseinandersetzen: Waren die Veränderungen, welche das Jahr 1968 brachten, wesentlich oder symbolisch? Heute würde man eher nach der Nachhaltigkeit und der Kosmetik fragen. Einige Anmerkungen von Gerd Lemke (gerlem@gmx.de).

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Damenabend


Dem schönen Geschlecht blieb die kreative Gestaltung des zweiten Abends des Prague Writers Festival vorbehalten. In Gesprächen und Lesungen führten uns Margaret Atwood, Siri Hustvedt und Katerina Anghelaki-Rooke in vergangene Welten und Zeiten. Eine Nachschau von Gerd Lemke (gerlem@gmx.de).

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Der Kampf um Normalität als Beispiel für die ganze Welt


Fünf tschechische Schriftsteller erinnerten sich in einer Podiumsdiskussion an das Schicksalsjahr 1968. Dabei diskutieren sie die Frage, was der Prager Frühling eigentlich genau gewesen war – und was eben nicht. Neben etlichen Anekdoten wurden bei der Veranstaltung im Rahmen des Prague Writers Festivals auch handfeste Meinungen ausgetauscht.

Man setze einfach mal Günter Grass, Martin Walser, Marcel Reich-Ranicki und noch zwei, drei Schriftsteller der Flakhelfer-Generation, die heute noch geistig einigermaßen auf der Höhe sind, auf ein Podium. Dann gebe man Ihnen eine Stunde Zeit und die Aufgabe, über die Bedeutung des Kriegsendes für die einzelnen Biographien zu sprechen. Was erwartet man dabei als Zuhörer, was käme wohl dabei heraus? Wesentliches, Neues oder bloß das Altbekannte und ein eventuell kleinlicher Streit über historische Details jener Zeit, etwa falsch erinnerte Zitate bei den allerersten Zusammenkünften der Gruppe 47?

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Hochkaräter tauschen nostalgische Erinnerungen an 1968 aus


Eine kommentierende Zusammenfassung eines Gesprächs von Margaret Atwood, Paul Auster, Michael McClure und Petr Král, das am Eröffnungsabend des 18. Prague Writers Festival am 1.6.2008 stattfand.

Müssen sich die ´68er eigentlich weltweit für ihre einstigen Heldentaten rechtfertigen? Ich hatte das für ein deutsches Problem gehalten, das zusammen mit Joschka Fischer im Außenministerium auf-, aber auch wieder abtauchte. Dreißig Milliarden US-Dollar – in amerikanischen Englisch klingt die Zahl thirty billions ja noch wesentlich imposanter – habe alleine die Republikanische Partei in den Vereinigten Staaten gesammelt und ausgegeben für den Kulturkampf gegen eben jene Protestbewegung(-en). Das behauptet der Beat-Poet Michael McClure, wahrscheinlich einer der letzten Überlebenden seiner Gattung, und überzeugt allein durch die Masse dieser Summe, wenn man sie sich auch auf vierzig Jahre verteilt vorstellen muss.

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Prague Writers Festival eröffnet

In gewohnt lockerer Atmosphäre begann am Abend des 1.6. das Prague Writers Festivals. Den 18. Jahrgang eröffneten die Autoren Paul Auster, Margaret Atwood, Michael Mc Clure und Petr Král mit einem Podiumsgespräch über die persönlichen Erinnerungen an das Jahr 1968.

Dies ist das bedeutendeste Ereignis des Prager literarischen Lebens. Mit diesen Worten legte Prags Oberbürgermeister Pavel Bém den Stellenwert der Literaturgespräche fest. Zum 18. Mal hat es der US-amerikanische Poet und Literaturorganisator Michael March geschafft, namhafte Schriftsteller aus aller Welt nach Prag zu locken. So saßen gleich am Eröffnungsabend Paul Auster und Margaret Atwood gemeinsam auf dem Podium.

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Das Prager Fringe Festival – international, alternativ, vielfältig

19_-_the_flying_carpet_theatre_company-a_day_in_dig_nation2.bmpDies ist ein Aufruf an alle, das Fringe Festival in Prag zu besuchen. Das diesjährige Festival endet zwar heute (was nicht heißt, dass es nicht noch Gelegenheit gibt, hinzugehen), doch nach dem Festival ist ja bekanntlich vor dem Festival. Und ich bin mir absolut sicher, dass es auch eine achte Version des Prager Fringe geben wird…

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Alles (bloß) Theater? Adolf – ein Experiment im Rahmen des Fringe Festivals

picture2.bmp In dieser Woche findet zum siebten Mal in Prag das Fringe Festival statt. Gezeigt werden auf zehn kleinen und alternativen Bühnen auf der Prager Kleinseite 40 verschiedene Produktionen aus der ganzen Welt. Bei der Vielfalt, ist es nicht leicht, sich zu entscheiden, welche Aufführungen man besuchen möchte. Als ich sah, dass eine englische Produktion mit dem Titel „Adolf“ gezeigt werden sollte, war für mich jedoch klar, dass ich mir diese anschauen musste. Ich war sehr neugierig und auch ein wenig skeptisch, wie sich ein englischer Schauspieler mit einem der wohl schwierigsten Themen überhaupt auf der Bühne auseinandersetzen würde.

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