Biffy Clyro in der Lucerna Music Bar: Eine Ode an verschwitzte Körper
Die wohlbekannte Ruhe vor dem Sturm. Verstärker, Monitorboxen, Mikrofone und Effektboards stapeln sich fein säuberlich arrangiert auf der Bühne, das Publikum stapelt sich in gespannter Erwartung davor. Von den “Logenplätzen” in der Lucerna Music Bar hat man einen wunderbaren Blick darauf. Doch es sollte mich nicht lange dort oben halten, denn Rockkonzerte machen mitten in der Menge direkt vor Bühne immer noch am meisten Spaß. Um 20 Uhr sollte es planmäßig losgehen, um 20:22 Uhr werden die “Mon The Biff!”-Rufe dann endlich erhört, und Biffy Clyro betreten die halbrunde Bühne der Lucerna Music Bar.
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Zuerst fällt auf: Das IDFF Jihlava ist ein junges Festival. Bei ähnlichen Veranstaltungen in meiner bayerischen Wahlheimat senke ich den Altersdurchschnitt regelmäßig beträchtlich, die Mehrzahl der Gäste ist dort eher dem klassischen Bildungsbürgertum zuzuordnen als der studentischen Schicht. Hier ist das Gegenteil der Fall - ich komme mir schon fast alt vor. Und das junge, alternative Publikum wird mich an den zwei Tagen meines Besuchs zum Glück zuverlässig in die interessanten Filme führen; hat mich, zugegebenermaßen Laie auf dem Gebiet des Dokumentarfilms, die mir am Pressestand ausgehändigte Papiermasse doch etwas überfordert. Über 700 Seiten hat das Programmbuch (von einem Heft kann also definitiv keine Rede mehr sein). Man merkt, dass hier Liebhaber am Werk sind. Neben einer ausführlichen Beschreibung jedes einzelnen Films finden sich zahlreiche Illustrationen und auch ein detaillierter Reiseführer für Jihlava. 

