Eine erleuchtete Nacht - The Doors in der Stadt

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Es sind die 60er. Hippiezeit, Love and Peace, Drogenrausch, Freiheit, alles ist möglich.  Jim Morrison als die Verkörperung von alledem. Aufrührerisch, selbstzerrstörerisch, charismatisch. Durch ihn werden die Auftritte von The Doors zu extatischen Happenings. Und dann sein plötzlicher Tod. Unter dubiosen Umständen in Paris - eine Legende ist geborgen. Doch was wird aus dem Rest der Band? Erst versucht man es ohne Morrison, was jedoch nicht funktioniert, sodass man sich trennt. 2002 finden Manzarek und Krieger wieder zusammen und zurück auf die Bühne. Und als wäre nichts gewesen, spielten sie wieder die alten Songs. Manch einer mag sich fragen, was Menschen jenseits der 60 bewegt, sich wieder auf die Bühne zu stellen und so zu tun, als wäre man noch ein Jungspund. Ist es Geldnot, die Krieger und Manzarek dazu veranlasst? Oder einfach nur der Rock im Herzen, der nie alt wird? Und kann sowas überhaupt gut sein? Letzten Dienstag machte ich mich nach einem anstrengenden Arbeitstag auf, dies zu erkunden.

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Wie ein Coitus interruptus – Aerosmith Konzert

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Also vielleicht werde ich ja alt und abgebrüht, oder es lag an den Sitzplätzen oder an der Tatsache, dass ich an diesem Tag meinen ersten Praktikumstag hatte und erstaunliche zehneinhalb Stunden arbeiten musste, was nebenbei gesagt gar nicht lustig war, aber irgendwie war das Konzert von Aerosmith so schnell um, dass ich mich bis heute frage, ob ich zwischendrin einfach eingepennt bin. Kaum waren wir da und hatten es uns auf den sündhaft teuren Sitzplätzen gemütlich gemacht, und das Bier voll luxuriös in den dafür vorgesehenen Becherhaltern platziert, kaum hatte sich die Vorband verzogen, die wir nicht gesehen haben, weil ich wegen meiner Arbeit viel zu spät kam und dann das dringende Bedürfnis nach Bier und Zigaretten hatte und das kann man ja in der O2-Arena bekanntlich nur in diesem Rauchertunnel stillen, kaum warten wir also ca. eine Stunde und kaum waren Aerosmith dann endlich auf der Bühne, kaum hatte ich mich dann etwas warm geschrien, und das Gefühl genossen auf einem Konzert einer der wirklich Großen zu sein, da verschwand Steven Tyler samt Kompagnons auch schon wieder von der Bühne. Also nicht, dass das Konzert nicht gut gewesen wäre. So kann man das nicht sagen. Nachdem Steven und der Rest die Bühne gestürmt hatten, rockten sie was ging und das heißt in ihrem Alter schon was. Die Show war auch echt gut. Nur irgendwie war die Sache so aalglatt, nichts, woran man sich nachher erinnert, nichts, was sich einem als bleibender Eindruck, als digitales Andenken an das Konzert ins Hirn gebrannt hat.

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Es grünte so grün in Prag

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Und die Rede ist hier nicht vom Austreiben irgendwelcher Pflanzen aufgrund der plötzlich einsetzenden Sonnenbestrahlung der letzten Tage, sondern vom Konzert von Green Day. Die spielten vor ein paar Tagen zusammen mit Billy Talent ein Open Air auf dem Ausstellungsgelände Vystavyste. Eigentlich ja eine ziemlich coole Sache. Und eigentlich hätte das ein wirklich toller Tag werden sollen. Das Wetter war top, meine Laune auch. Diesmal brauchte ich auch keine Ewigkeit, um zu entscheiden, was ich anziehen sollte. Mehr Probleme machte mir die Tatsache, dass keiner meiner trantütigen Freunde mitkommen wollte. Und so ein 6 Stunden-Open Air alleine kann etwas langweilig sein. Aber gut, ich bin ja schon ein großes Mädchen und ging also alleine hin.

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Billy Idol - Verdammt geil in jeder Beziehung

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Was sagen uns die Worte „wasserstoffgebleicht, Rocker, geballte Faust und Lippen gekräuselt“? Genau, Billy Idol war in der Stadt und ich war dabei. An dieser Stelle würde ich gerne einige Kommentare anführen von Menschen, denen ich erzählte, dass ich auf das Konzert gehen werde. Julchen, das kinderfressende Metalgirl meinte: „ WTF Billy Idol - wie geil. Hau dich rein, das ist so voll Glam Rock.“ Mein Bruder, der nebenbei bemerkt etwas älter als ich ist, sagte: „Ich hab den vor Jahren mal live gesehen, der muss ja schon uralt sein. Aber er hatte ne coole Show. Das könnte interessant werden.“ Und eine nicht näher zu spezifizierende, jedoch in der Hackordnung von Tschechien Online über mir stehende Person, sagte:“ Diese blonde Punkschwuchtel!?!“ Wie wir also sehen, gehen die Meinungen bezüglich Billy Idols weit auseinander. Meine Ansicht zu Billy Idol nach diesem Konzert: Verdammt coole Sau und auch in seinem Alter immer noch sehr appetitlicher Body.

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Zwischen Kunst und Happening - Massive Attack in der Tesla Arena

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Montag, früher Abend. Eigentlich bin ich immer noch stark lädiert von Sonisphere und eigentlich soll ich auf einer Farewell-Party einer Freundin sein. Doch wie mein Sex-Drugs und Rock ‚’n’ Roll Life so ist, gehe ich mal wieder auf en Konzert. Heute geht es zu Massive Attack. Eigentlich ja so gar nicht mein Styl. Warum ich dann hier bin, fragt der werte Leser? Ein Freund wollte hin und fragte, ob ich mitkomme. Und da ich Männer so gut wie nie was abschlagen kann, hab ich zugesagt. Doch dann sagt er natürlich ab und deshalb steh ich nun hier alleine.

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Der sexiest Gitarrengott live

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Slash war in der Stadt. Ok, wie ich feststellen musste kennt so gut wie keiner in meinem Umfeld Slash. Das ist traurig und wirft so einige Fragen auf. Als erstes: mit wem hänge ich hier eigentlich rum? Zweitens: wie kann man in meinem Alter oder älter sein und Slash nicht kennen? Ich meine, was haben denn alle in den 1980er und Anfang der 1990er gemacht. Um das Verwirrspiel mal aufzulösen, und dem werten Leser zu sagen, was ihn in diesem Artikel erwartet: Slash war der Gitarrist von Guns N’ Roses. Und das wiederum war eine der  erfolgreichsten Hard-Rock-Bands der Welt. Manch einem mögen Lieder wie „november rain“, „sweet child of mine“ oder „paradies city“ vielleicht was sagen. Mitte der 90er trennten sich dann die Wege der Musiker. Offiziell gibt es GNR zwar noch, jedoch nur noch mit Axel Rose. Und seien wir mal ehrlich, der ist inzwischen eine ganz traurige Gestalt. Doch wie dem auch immer sei, Slash und damit einer der besten Gitarristen der Welt war hier. Seit ich wusste, dass er hier eine Ging spielten würde, konnte ich nicht mehr schlafen. Seit ich denken kann und GNR hören, das ziemlich zeitgleich passiert sein dürfte, ärgere ich mich, dass ich es nie auf ein Konzert von ihnen geschafft habe. Also ich meine eins, als es sich noch um die echte Band gehandelt hat. Und nun kam Slash in die Stadt, so nah würde ich GNR vermutlich nie mehr kommen.

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KISS - What a crazy night

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Die Aufregung ist groß, das Chaos auch. Wo ist meine Strumpfhose? Warum pass ich nicht mehr in den Rock? Bin ich so fett geworden? Scheiße, die Schuhe passen ja gar nicht zum Rest! So tönt es aus meinem Zimmer. Gut, dass ich schon fertig bin. Aber ich hab mir ja auch schon seit Wochen überlegt was ich anziehe: Das Zipkleid und dazu die Overknees. Eigentlich wollte ich mir ja noch das Leopardentop kaufen und dazu den Lederrock. Aber dann dachte ich mir, es ist eh dunkel, wozu sich aufbrezeln. Ja, die zwei Mädels, die mein schön aufgeräumtes Zimmer gerade in einen Affenstall verwandeln, sehen das anders. Immer noch durchfühlen sie die Koffer und Tüten, die sie aus München, beziehungsweise Nürnberg, mitgebracht haben. Ja ganz recht, sie sind extra angereist - wegen KISS!

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Ab in den Bunker - Feiern bis zum Weltuntergang

Da ich leider nur noch knapp einen Monat in Prag bin, hab ich gerne die Aufgabe übernommen eine Besprechung über einen Club zu schreiben. Schließlich muss man ja seinem Ruf als Eramus-Student gerecht werden und bis zum bitteren Ende feiern. Ich hab bis jetzt schon viele Clubs in Prag besucht, aber ein alter Atombunker hat mich wirklich noch mal gereizt. Also ab in den BUNKR PARUKÁŘKA !!!!!

Ich hatte schon von einigen Leuten gehört, dass die Lokation super sein soll. Dennoch muss sie wohl noch nicht jeder gefunden haben. Also hab ich mich brav an meinen Laptop gesetzt und über Google Maps die genaue Adresse rausgesucht. Erstaunlicherweise hat alles auch super geklappt. 5 Minuten nachdem wir bei Olšanské náměstí ausgestiegen waren, hatten wir den Eingang auch schon gefunden. Auf dem kleinen Platz im Park befindet sich nämlich zwischen einer Vielzahl von Graffitis ein großer Pfeil, der auf die Tür zeigt. Also so schwer ist es wirklich nicht! (mehr…)

Nahodou der beste Tag in meinem Leben

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Eigentlich war es ein ganz normaler Dienstagmorgen, bis ich die E-Mail gelesen habe. „Du kannst heute Abend zu Sepultura ins Modrá Vopice. Du stehst auf der guest list. “Oh my goddess, wie geil ist das denn!“, zumal ich überhaupt nicht mehr damit gerechnet hatte, dass das noch klappen würde. Gleich machte ich erst mal Sepultura an und headbangte eine Runde. Doch dann schoss es mir durch den Kopf: „Was soll ich nur anziehen? Ich muss die Kameraakkus aufladen! Wann geht es überhaupt los? Nochmal schauen, wie ich zur Location, dem Modrá Vopice, einem geilen Klub in Vysočany, komme.“ Gott sei Dank war ich letzte Woche auf einem Konzert von Stillknox schon mal da. Doch sicher ist sicher. „Und checken, wie ich wieder nach Hause komme mitten in der Nacht.“ Dann fiel mir auch noch auf: „Ich werd ja da ganz allein hingehen! Denn keiner meiner Freunde wollte mit. Oh my Goddess.“

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Zwischen Happening und Weirdness - Konzert der Plastic People

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Plastic People of the Universe -  Mehr Worte sollte es eigentlich nicht brauchen, um den letzten Dienstagabend zu beschreiben. Nach Monaten des Wartens, im Dezember wollte nämlich niemand mit mir zum Konzert, war es nun endlich soweit und ich war auf meinem ersten Plastic People Konzert.

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