
Fünf tschechische Schriftsteller erinnerten sich in einer Podiumsdiskussion an das Schicksalsjahr 1968. Dabei diskutieren sie die Frage, was der Prager Frühling eigentlich genau gewesen war – und was eben nicht. Neben etlichen Anekdoten wurden bei der Veranstaltung im Rahmen des Prague Writers Festivals auch handfeste Meinungen ausgetauscht.
Man setze einfach mal Günter Grass, Martin Walser, Marcel Reich-Ranicki und noch zwei, drei Schriftsteller der Flakhelfer-Generation, die heute noch geistig einigermaßen auf der Höhe sind, auf ein Podium. Dann gebe man Ihnen eine Stunde Zeit und die Aufgabe, über die Bedeutung des Kriegsendes für die einzelnen Biographien zu sprechen. Was erwartet man dabei als Zuhörer, was käme wohl dabei heraus? Wesentliches, Neues oder bloß das Altbekannte und ein eventuell kleinlicher Streit über historische Details jener Zeit, etwa falsch erinnerte Zitate bei den allerersten Zusammenkünften der Gruppe 47?
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