Karel Schwarzenberg sucht ein Logo für die Menschenrechte

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Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg soll mitentscheiden, durch welches Logo die Menschenrechte künftig repräsentiert werden sollen. Er ist Teil einer international besetzen Jury, der unter anderem auch Guido Westerwelle, Michail Gorbatschow und der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales angehören. Ab heute und bis zum 31. Juli 2011 kann jeder Interessierte eigene Entwürfe einreichen. Als Siegesprämie winken bis zu 5000 Euro. (mehr…)

Lidice - Töten auf Deutsch

Nach rund 30 Minuten Busfahrt in den Nordwesten Prags stehe ich nun oben auf einem Hügel, und sehe in ein grünes, hügeliges Tal mit kleinen Wegen und hier und da Plätze, die besonders scheinen. Unten schlängelt sich ein kleiner See entlang, die Birken beginnen sich herbstlich zu färben. Es sind kleine Trauerbirken, deren Äste nach unten zeigen. Ich blicke auf Lidice, ein ehemaliges Bauerndorf, in dem die Menschen Felder bestellt und Gänse gehütet haben. Mittelpunkt des Dorfes war die große St. Marienkirche.

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WM-Kolumne: Slowakei sensationell

Entscheidung in Gruppe E (Slowakei – Italien, Paraguay – Neuseeland) und F (Dänemark – Japan, Niederlande – Kamerun)

Sensationell wirft die Slowakei Weltmeister Italien aus dem Turnier, mitten drin in der kreischenden Menge Gerd Lemke.

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WM-Kolumne: Auftakt auf dem heißen Kontinent

Südafrika - Mexiko, Uruguay - Frankreich

Eröffnungsspiel eins und zwei enden unentschieden, das lässt allen noch alle Optionen, vielleicht sogar die verrufenen put-Optionen. Viel Schweiß vergossen hat zu Beginn der WM Gerd Lemke.

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Geschichten aus der rodinka 1 Freibier und Populismus

Ich hätte es nicht tun sollen. Nicht am frühen Morgen, nach einer Nacht, die unruhig war, weil Mathilda zahnt. Aber ich konnte es nicht lassen. Eine Freundin hatte mir am Vorabend davon erzählt und so habe ich am Morgen, noch vor dem Frühstück, den Computer eingeschaltet und es mir angesehen: einen Beitrag auf der Webseite des Nachrichtenmagazins „Reflex“, der den Titel trägt: „Pohádka pro asociální demokraty (Märchen für Asozialdemokraten).“ Der Text, den der Reflex-Autor Jiří X. Doležal angeblich per mail geschickt bekommen hat und zu dessen weiterer Verbreitung (wie „Samizdat unter den Bolschewiken“) er heroisch aufruft, will in Parabel-Form das Steuersystem der „Sozen“ erläutern. Heraus kommt dabei – wenig überraschend–, dass diejenigen, die am meisten verdienen, die Doofen sind, weil sie am meisten zahlen müssen. Wenn sie aber genug davon haben und aus dem Umverteilungssystem aussteigen, dann bricht dieses zusammen und die gierigen Schmarotzer, die nichts zahlen und am liebsten noch mehr bekommen würden, gucken blöd aus der Wäsche. Und, so endet der Text, diese Schmarotzer sind es, die ČSSD und KSČM wählen. Und die im Übrigen auf den anbei gestellten Bildern zu sehen seien (die angeblich von einem „Leser, der nicht genannt werden will“, gemacht worden sind).

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Von Pressburg über Pozsony nach Bratislava

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Es war dunkel und kalt - wie immer. Nur diesmal war es mal nicht abend, sondern 6:30 Uhr morgens. Zusammen mit all den anderen, mehr oder weniger freiwilligen, Frühaufstehern zwängte ich mich in die Metro. Ich war auf dem Weg zum Busbahnhof Florence, von wo aus ich in wenigen Minuten für sagenhaft günstige 14 Euro nach Bratislava aufgebrochen bin.

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Georg von Podiebrad - Der Hussitenkönig

Ein kleiner Einblick in das Leben eines mittelalterlichen Herrschers

Wer sich ein wenig mit der Geschichte der Tschechen auseinandergesetzt hat, wird wissen, wie wichtig politische Persönlichkeiten wie Karl VI. oder Wenzel der Heilige für das Land waren. Es gibt aber auch eine Person, die für das nationale Selbstverständnis der Tschechen von sehr großer Bedeutung ist, aber deren Bekanntheit heute kaum über die Landesgrenzen hinaus reicht. Die Rede ist von Jiří z Poděbrad, auf deutsch Georg von Podiebrad genannt.
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Donuts statt Knüppel – 20 Jahre Samtene Revolution

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Zuerst sah ich das Feuerwerk. Ich habe noch nie so viele Feuerwerke gesehen wie in Prag, meistens wunderschön. Die Menschen auf der Straße sangen die Hymne, „Kde domuv muj“, und dann die zweite Strophe, die slowakische. Ich bin beeindruckt, überwältigt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Prag ist, die Stadt, in der ich nun schon seit knapp vier Monaten lebe. Doch es ist Prag, meine Stadt, da im Fernsehen. Ja, im Fernsehen, ich muss gestehen, ich war nicht auf der Demo. Arbeit, kochen, einkaufen, solche Sachen, dann war es 6 Uhr abends. Ich fahre los, Tramvaj 18, so wie immer, hier in Petriny ist es ganz ruhig.

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Vom vergangenen Ruhm – Das Stadion Strahov

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Es ist Sonntagnachmittag. Nach einer anstrengenden Woche und einem ebensolchen Wochenende hatte ich mich eigentlich darauf gefreut, den ganzen Tag im Schlafanzug zu verbringen und endlich mal die seit Wochen vernachlässigten Unisachen zu machen. Doch wie immer, wenn ich Pläne für einen Tag mache, kommt mein Mitbewohner und durchkreuzt sie. Diesmal wollte er unbedingt einen Spaziergang machen, weil doch das Wetter so schön sei und wir ja gleich um die Ecke vom Petřin wohnen. Zuerst hatte ich ja noch Hoffnung, dass ich mich aus der Affäre ziehen könnte, weil er Bücher von einer Kommilitonin brachte und dann diese in die Natur schleifen wollte. Doch leider befand sie sich auf der Chata irgendwo im nirgendwo. Und da ich Männern ja nur sehr schwer einen Wunsch abschlagen kann, und Matĕj schon mal gleich gar nicht, ließ ich mich schließlich überzeugen, und stimmte unter der Bedingung, dass wir die Seilbahn nach oben nehmen und es nicht länger als maximal eine Stunde dauern würde, schließlich zu. (mehr…)

Ein historischer Moment: Deutschland sagt Danke

Die Geschichte geht mit historischen Momenten sparsam um, nicht aber die Geschichtsschreiber. Und da es Geschichte ohne ihre Schreiber gar nicht gäbe, bestimmt jeder dieser Schreiber seine eigenen Momente, die er für historisch hält. (mehr…)

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