Liebesgrüße aus Karlsbad: Robert de Niro unterstützt Barack Obama


Internationales Filmfestival Karlovy Vary bedeutet Glamour und in der an Nachrichten armen Ferienzeit selbstverständlich ein gefundenes Fressen für die Journaille. Wenn dann ein Filmstar vom Schlage eines Robert de Niro auf dumme Reportporterfragen nicht nur die üblichen Artigkeiten von sich gibt (”Was halten Sie von der tschechischen Küche? “Oh ja, ich mag die tschechische Küche, aber ich mag auch die französische oder die thailändische…”), sondern sich sogar zu politischen Stellungnahmen hinreißen lässt, ist das allemal eine Meldung wert. So heute für den Server Novinky.cz: “Robert de Niro in Karlsbad: Zeit für einen Wechsel, Obama wird Präsident”.

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Eulenspiegelei: Hungerstreik für US-Raketenschirm


Der Publizist Jiří X. Doležal macht seinem Ruf als ernstzunehmender Polit-Clown der tschechischen Medienszene wieder einmal alle Ehre. Nachdem der Hungerstreik von zwei Anti-Radar-Aktivisten es in den vergangenen Wochen international zu Schlagzeilen gebracht hatte (am Montag wurde er nach 22 Tagen daher unterbrochen), holte Doležal heute zum aktivistischen Gegenschlag aus.

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Tito, Russland und die Tschechoslowakei

Im Diskussionsreigen um das Jahr 1968 stand beim Prague Writers Festival das Thema Russland auf dem Programm. In einer lebhaften Diskussion erfuhr der Zuhörer aber auch so manches über andere ehemals sozialistische Staaten. Den Erinnerungswettstreit fasst Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) zusammen.

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1968: Mexiko, Griechenland und amerikanische Asylanten

Mit dem Schlagwort aus Barack Obamas Kampagne „change“ – „Wechsel“ war die zweite Diskussionsrunde des Guardian betitelt. Befragt wurden fünf Schriftsteller aus drei Ländern und sollten sich mit der Leitfrage auseinandersetzen: Waren die Veränderungen, welche das Jahr 1968 brachten, wesentlich oder symbolisch? Heute würde man eher nach der Nachhaltigkeit und der Kosmetik fragen. Einige Anmerkungen von Gerd Lemke (gerlem@gmx.de).

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Der Kampf um Normalität als Beispiel für die ganze Welt


Fünf tschechische Schriftsteller erinnerten sich in einer Podiumsdiskussion an das Schicksalsjahr 1968. Dabei diskutieren sie die Frage, was der Prager Frühling eigentlich genau gewesen war – und was eben nicht. Neben etlichen Anekdoten wurden bei der Veranstaltung im Rahmen des Prague Writers Festivals auch handfeste Meinungen ausgetauscht.

Man setze einfach mal Günter Grass, Martin Walser, Marcel Reich-Ranicki und noch zwei, drei Schriftsteller der Flakhelfer-Generation, die heute noch geistig einigermaßen auf der Höhe sind, auf ein Podium. Dann gebe man Ihnen eine Stunde Zeit und die Aufgabe, über die Bedeutung des Kriegsendes für die einzelnen Biographien zu sprechen. Was erwartet man dabei als Zuhörer, was käme wohl dabei heraus? Wesentliches, Neues oder bloß das Altbekannte und ein eventuell kleinlicher Streit über historische Details jener Zeit, etwa falsch erinnerte Zitate bei den allerersten Zusammenkünften der Gruppe 47?

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“Mein Motto, dein Motto”: ODS stiehlt ČSSD ihren Wahlkampfslogan

ČSSD-PlakatDie Gefahr ist keineswegs gelb, und sie kommt auch nicht aus China, sondern aus der Mitte der tschechischen Gesellschaft: die Rede ist diesmal jedoch nicht vom Hundedreck, sondern trotzdem von der Bedrohung des geistigen Eigentums durch skrupellose Produkt- und Markenpiraten.

Nachdem jüngst sogar die tschechische Polizei im Zusammenhang mit ihrem neuen Streifenwagendesign unter Plagiatsverdacht geriet, verwundert es nicht, dass auch die politische Elite des Landes dem Schutz der immateriellen Güter wenig Respekt entgegenbringt. Vor allem, wenn Wahlkampf ist und es gilt, dem politischen Gegner die Butter vom Brot zu nehmen.

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Rauchender Colt reloaded: Stelldichein mit blonder Stewardess und Paparazzi

Klaus und blonde Stewardess“Mit dem Liebes- und Privatleben von Politikern sieht man es in Tschechien allgemein nicht so eng. Es gilt zunächst einmal als Privatsache, getreu dem Motto: Lieben und lieben lassen. Außerheliche Affären, Seitensprünge, in die Brüche gegangene Familien - für die Boulevardmedien ist das natürlich trotzdem ein gefundenes Fressen.” Hatten wir das nicht schon einmal?

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“Inauguration” mit Fanfarenklängen und Platin-Füllfederhalter auf der Prager Burg

Mit dem Liebes- und Privatleben von Politikern sieht man es in Tschechien allgemein nicht so eng. Es gilt zunächst einmal als Privatsache, getreu dem Motto: Lieben und lieben lassen. Außerheliche Affären, Seitensprünge, in die Brüche gegangene Familien - für die Boulevardmedien ist das natürlich trotzdem ein gefundenes Fressen.

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Todestag von Karel Kryl - Mercurius lässt grüßen

Karel Kryl - RakovinaNein, erinnert hat heute offenbar keine tschechische Zeitung daran. Warum auch, es ist schließlich kein rundes Jubiläum: Am 3. März 1994 starb in München der Liedermacher und Dichter Karel Kryl. Auch in meinem Kalender ist das Datum nicht rot angestrichen und so kann ein “Nachruf” oder “Karel-Kryl-Gedenkartikel” aus Zeitgründen getrost bis zum nächsten - dann 15. Jubiläumsjahr - warten.

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Präsidentschaftswahl: Dem Minister-Volk aufs Maul geschaut

Langer, Bursík

Wie herrlich vulgär kann doch Tschechisch sein! Wer sich ein bisschen mit den Abgründen der gesprochenen tschechischen Umgangssprache, der “hovorová čeština”, vertraut machen will, der muss sich keineswegs bei einem Halb-Liter-Gambrinus in eine verqualmte Arbeiterkneipe in Žižkov setzen. Viel bequemer ist es, sich zum Beispiel die TV-Übertragungen der Parlamentsdebatten anzusehen.

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