Video: Hunderte Eier prasseln auf Jiří Paroubek nieder

Wahlkampf in Tschechien: Mit einem einzelnen geworfenen Ei fing es vor ein paar Tagen an. Inzwischen hat sich es sich zu einer Art Volkssport entwickelt: Wo auch immer der Vorsitzende der tschechischen Sozialdemokraten mit seinem Wahlkampfteam auftaucht, wird ihm ein Empfang der besonderen Art beschert. So auch gestern bei einem Auftritt in Prag am Anděl.

Eine entfesselte Menge (Helmut Kohl würde sicher gesagt haben “der Mob”)  bewarf nicht nur nur den ČSSD-Spitzenkandiaten, sondern gleich das gesamte sozialdemokratische Wahlkampfteam mit hunderten von Eiern. Selbstverständlich wieder einmal ein gefundenes Fressen für Journalisten, die ebenfalls voll drauf hielten - mit ihren Kameraobjektiven.

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Obamas Rede in Prag - Original und Übersetzung

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Panoramabild: Obama auf der Prager Burg

Wollte man Papierabzüge von allen Bildern machen, die Barack Obamas Prager Burgrede dokumentieren, müssten Europas Wälder wahrscheinlich dran glauben. Zum Glück leben wir aber im Zeitalter der Digitalfotografie. Hier eine wunderbare 360-Grad-Panorama-Aufnahme,  vom amerikanischen Fotografen Jeffrey Martin angefertigt.

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Obama in Prag - ein Zeugenbericht

Für große Worte oder gar Pathos haben die Tschechen wenig übrig - am wenigsten aus dem Mund von Politikern. Am Sonntag aber zogen zigtausende auf den Hradschin, um einem Politiker zuzuhören, der für seine mitreißenden und visionären Reden bekannt ist. Unter den Zuhörern befand sich auch der Journalist Alexandr Mitrofanov, einer der prominentesten politischen Kommentatoren Tschechiens. Obwohl er nach eigener Aussage “jahrelang im Misstrauen zu Politikern geübt” ist, beeindruckte ihn Barack Obama, dem er “glauben würde, dass er, was er sagt, auch meint.” Nachfolgend eine Übersetzung von Mitrofanovs Artikel in der linksliberalen Tageszeitung Právo.

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Gas und Gaza - ungelöst

Gas und Gaza - so hieß in der vergangenen Woche noch die Dringlichkeitsskala auf der Agende von Premierminister Topolanek. Wobei er sich selbst um das Gas und sein Außenminister von Schwarzenberg um Gaza gekümmert hat. Mission erfolgreich beendet, verkündete Topolanek am vergangenen Sonntag, 11.1.2009. Eine Woche später fließt immer noch kein Gas. Und im Gazastreifen werden kurze Feuerpausen bereits als Verhandlungserfolg gemeldet. Die tschechische Diplomatie allerdings, die scheint mit dem weiteren Fortgang der Verhandlungen nicht mehr betraut gewesen zu sein. Darüber wundert sich Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) nicht wirklich.

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Im Zeichen des Schafskopfs gegen Lissabon

Seit Monaten geisterte sie einem irrlichternden Phantom gleich durch die tschechische politische Landschaft: Von Staatspräsident Václav Klaus lautstarkt herbeigesehnt, von vielen in der regierenden ODS gefürchtet, für andere ein Hoffnungsschimmer, für die Meinungsforschungsinstitute allemal ein Forschungsobjekt. Alle redeten von ihr, die Medien schrieben über sie, nur gesehen hatte sie noch keiner. Und der Gründungsvater in spe gab derweil unzählige Zeitungsinterviews, in denen er es fertig brachte, seitenweise gar nichts zu sagen.

Heute dann also war es soweit: Petr Mach, der Chef des in Prag ansässigen Zentrums für Wirtschaft und Politik (CEP) mit dem bubenhaften Gesicht und dem markanten Kafka-Mittelscheitel, stellte Name, Programm und Gründungskomitee der neuen Partei vor, die von den Medien vorab mit dem Label “euroskeptisch” versehen worden war. Gründungskomitee: Ehemalige Mitglieder der ODS - bis auf eine Ausnahme, den Schriftsteller und Journalisten Benjamin Kuras (im Bild links). Programm: Anti-Lissabon, ansonsten neoliberal. Name: Strana svobodných občanů - SSO (Partei Freier Bürger). Als Logo hat sich die Partei einen sich aufbäumenden Schafsbock auf grünem Grund ausgesucht.

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Kriminalstatistik: Prag verkündet “historischen Erfolg” gegen Sprayer

Nein, wer glaubt, nur weil in der Überschrift das Wort “Statistik” auftaucht, würde nun einem pawlowschen Reflex folgend das einschlägige Zitat des Zigarre rauchenden britischen Kriegspremiers bemüht, liegt völlig falsch.

Warum denn auch immer Zahlen anzweifeln?! Zumal im konkreten Fall jeder einzelne Fall offenbar polizeilich und somit höchstamtlich dokumentiert ist, wie die heute von der Hauptstadt Prag herausgegebene Pressemitteilung vermuten lässt.

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Václav Klaus, Spielverderber Europas

Die französische Tageszeitung Le Figaro hat pünktlich zum Jahresbeginn und der Übernahme der Ratspräsidentschaft durch die Tschechische Republik ein grelles Portrait von Staatspräsident Václav Klaus gezeichnet. Der „Machiavelli von Prag“ und „Staatsfeind Europas“ werde alles dafür tun, Europa zu sabottieren, so das Pariser Blatt. Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) hat den umfangreichen Artikel übersetzt.

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Neujahrsansprache des Präsidenten

2009 - das Jahr beginnt mit der ersten Ratspräsidentschaft der Tschechischen Republik seit dem Beitritt zur Europäischen Union. Václav Klaus, im politischen Europa wegen seiner euro-kritischen Einstellung in Verruf gekommen, beginnt das Jahr al tschechischer Präsident und hält natürlich am Neujahrstag eine Ansprache. Das ist übrigens auch der Tag, an dem die Tschechische Republik in ihrer heutigen Gestalt 1993 ein selbständiger Staat wurde. Gerd Lemke (gerlem@gmx.de) hat für die Interessierten an der tschechischen Politik, der Europäischen Union und der weiteren Weltgeschichte überhaupt die Rede flugs übersetzt. Eine Autorisierung hat er selbstverständlich nicht eingeholt, der Sinn blieb aber erhalten.
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Aha!: “Václav Klaus ist homosexuell”

aha2012.jpgVor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Dass sich dieser heere Grundsatz nicht auf die Medien übertragen lässt, liegt auf der Hand. Schließlich interessiert Otto Normalverbraucher nun einmal nicht so sehr, was seinesgleichen treibt. Viel mehr interessiert es ihn, was und vor allem wie es die Mächtigen und Reichen, die Stars und Sternchen treiben.

Dafür liegen dann die Paparazzi aber auch nicht im Schrebergarten auf der Lauer. Auf die Gelegenheit zum Abschuss warten sie logischerweise dort, wo die medialen Zwölfender unterwegs sind. Ist ein Kapitaler dann unter widrigen Jagdbedingungen zur Strecke gebracht, wird die Trophäe in Form eines möglichst verwackelten Fotos in den Boulevardmedien zur Schau gestellt. Oder etwa nicht?

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