Die grüne Wand der Bohemians 1905

Die Bohemians 1905 spielen zu Hause in der Synot Tip Arena, doch sind sie in diesem Stadion auch nur Gäste. Das ist sehr offensichtlich, denn um die Eingänge verteilt stehen Stände mit Fanartikeln und sonstigem Ramsch. Das alles verleiht dem Ganzen einen etwas provisorischen Eindruck.

Das hätte dieser Verein eigentlich nicht verdient, denn die Unterstützung durch die Fans ist für tschechische Verhältnisse überwältigend. Nachdem der Verein 2005 wegen Misswirtschaft Insolvenz anmelden musste, sammelte eine Faninitiative genug Geld, damit der in Bohemians 1905 umbenannte Verein zumindest noch in der dritten Liga spielen konnten. Mit Hilfe eines Investors schafften es die Grün-Weißen dann auch wieder sich aufzuraffen und in die Gambrinus Liga aufzusteigen.
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Bauernporno und Kürbisorgie

Trotz des zugegebenermaßen etwas reißerischen Titels geht es in diesem Beitrag um keine besonders heißen Themen. Alltagskram. Am heißesten dürfte da das Zucchini-Rezept gegen Ende sein, und das schmeckt kalt eigentlich auch ganz gut. Es ist so lecker und so einfach, dass ich seine Verbreitung nicht mit einer zu sachlichen Überschrift verbauen wollte. Von Bauern, Porno und Kürbissen wird trotzdem auch die Rede sein, in unterschiedlichem Umfang.

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Gassi mit dem Puma

Die Prager Vorliebe für Hunde hat mich schon immer genervt. Beim Joggen wechsle ich oft die Straßenseite, wenn mir ein großer Hund entgegenkommt und das Herrchen sich aus der Leinenpflicht nichts macht. Komischerweise laufen normalerweise eher die kleineren Viecher angebunden. Schäferhunde, Dobermänner und derlei sind fast immer frei, wieder so eine Prager Besonderheit.

Gassi mit dem Puma

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Zeit für Tee

Wie schon an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt – gesund ist das Leben als Austausch-Studentin in Prag nicht. Der in meiner bayerischen Wahlheimat paternalistisch ausgeartete Nichtraucherschutz hat die tschechische Hauptstadt noch nicht erreicht, das Bier ist immer noch billig und mein Stundenplan lässt zugegebenermaßen genug Zeit um sich mehrmals die Woche diesen widrigen Bedingungen auszusetzen. Nach einem Semester hier bin ich ein bisschen erschöpft. Zum Glück sind die Tschechen ein findiges Volk und haben eine konzeptuelle Alternative zu Bier, Rauch und Kellermief (die guten Bars befinden sich in Prag alle im Souterrain!) entwickelt – die Čajovna. Im Folgenden zwei Tipps, beide in Prag 7, vom Zentrum aus aber in weniger als 20 Minuten zu erreichen.

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Ein unvergesslicher Flohmarkt! Natürlich in der alten Fleischfabrik

Kaum war das „Zombie Zombie“ Konzert am 04.02.2011 beendet, stand für mich fest: Morgen komm ich wieder in die MeetFactory. Dieses Mal um dem alten Ramsch wegen. Schon Monate zuvor haben mich Bilder des Flohmarktes aus der alten Fleischfabrik gelockt. Trotz Begeisterung und dem nötigen Willen nagelten die Prüfungen und Hausarbeiten mich doch am Schreibtisch fest, sodass letztendlich kein Stöbern in Second-Hand-Waren zu Stande kam.

Dieses Mal sollte es mir anders gehen. Der Wille und die Begeisterung waren noch nicht erloschen; Zeit und das nötige Kleingeld sind dieses Mal mit dabei. (mehr…)

Hotová Jídla - Fast Food auf tschechisch

Nach zwei bis drei Wochen hat man genug. Es ist zu eintönig, zu fad und viel zu wenig. Man bekommt sein Mittagessen zwar für unschlagbar günstige 30 bis 40 Kc, aber es ist einfach nie genug. Man muss sich Alternativen suchen. Kochen zum Beispiel! Allerdings hat man da schon am ersten Tag festgestellt, dass Kochen in Hostivar mitunter zur Kunst mutieren kann. Was bleibt? Ja, natürlich. McDonald’s ist zwei Tramminuten entfernt, genauso wie eine Kette die chinesisches Essen anbietet und natürlich der etwas teurere Italiener „Da Vinci“ (alle im Interspar). Doch ist es wirklich gut, sich Tag ein Tag aus mit Cheeseburgern, gebratener Hähnchenbrust mit Nudeln oder Pizza „Volcano“ vollzustopfen? Und das womöglich zweimal am Tag?

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Kultur statt Kneipe (Teil 1)

Das deutschsprachige Theaterfestival in Prag

Dass es auch in meinem zweiten Blogeintrag um kulturelle Aktivitäten geht, soll über die Realität nicht hinweg täuschen: Dem Klischee gemäß beschränkte sich mein Entdeckergeist in den ersten zwei Monaten meines Auslandssemesters größtenteils auf Bars, Club und tschechische Biersorten. Irgendwann muss mit dem Verschieben des Kulturprogramms aber Schluss sein, später ist jetzt, dachten sich meine Mitbewohnerin und ich, und besorgten uns Anfang November Karten für das deutschsprachige Theaterfestival in Prag. (mehr…)

Suppenkaspers Gespür für Schnee

Viele Dinge haben mich davon abgehalten hier mal richtig aktiv zu werden in meinem Blog. Uni-Essays, Uni-Referate, der Weg zur Uni (50 be********* Minuten) uni so weiter. Aber jetzt habe ich das Schlimmste überstanden und da dachte ich mir, „Machste mal was, wasde schon vor zwei Wochen machen wolltest und geh‘ in das Thai-Restaurant ‚Yam-Yam‘ in Vysehrad und bestellste die ‚schärfste Suppe Prags‘“, die, wenn man sie brav aufisst, umsonst bekommt! (mehr…)

Halb-gepackte Koffer, oder wie man seine Wohnung verliert.

Ich bin eigentlich kein Fan von zu persönlichen Blogs.
Zu diesem wurde ich mehr oder weniger mit dem Hinweis überredet, dass die ganze Geschichte für die werte Leserschaft sogar einen Lerneffekt haben könnte. Das hier ist also mein Fehler, ihr müsst den nicht machen.

Ich wohne seit gut drei Monaten in Prag. Weil ich mir das Chaos im Studentenwohnheim Hostivar, das geographisch jenseits von gut und böse liegt ersparen wollte, habe ich mich schon lange vor meinem Aufenthalt um eine eigene Wohnung für das halbe Jahr hier gekümmert. Geklappt hat das Ganze auch eigentlich sehr gut. Über das Internet hab ich Mitte Juli eine viel versprechende Wohnungsanzeige für ein schickes Zimmer in Vinohrady (Prag 2) gefunden, sofort Kontakt aufgenommen und die Sache eingetütet. Irgendwie war mir klar, dass mich der etwas zu freundliche junge Herr bei der Agentur um mindestens 1000 Kronen über den Tisch zieht, aber was nimmt man nicht alles auf sich um seine eigene Ruheinsel im Erasmuswahnsinn zu haben.

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Monet - Warhol Ausstellung in der Prager Nationalgalerie

Das Lesen der Ankündigungen für Ausstellungen ist ja so eine Sache. Fast immer handelt es sich laut Veranstalter ausschließlich um die Meisterwerke des jeweiligen Künstlers und da machte auch die Prager Nationalgalerie mit ihrer “Monet-Warhol” Ausstellung keine Ausnahme. Hier wird mit Superlativen nicht gegeizt und so ist die Ausstellung, etwas zugespitzt formuliert, eines der größten kulturellen Ereignisse, die Prag in den letzten 20 Jahren passiert ist. Gezeigt werden u.a. Werke von Magritte, Ernst, Klein, aber auch Fans von Pop-Art sollten dank Größen wie Lichtenstein oder natürlich Warhol auf ihre Kosten kommen.

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