Wer kennt ihn nicht, den Dialog zwischen den beiden Killern Jules und Vincent in einer Einstiegsszene von Quentin Tarrantinos Klassiker Pulp Fiction: “It’s legal to buy it, it’s legal to own it and, if you’re the proprietor of a hash bar, it’s legal to sell it. It’s legal to carry it, which doesn’t really matter ’cause” — Schnitt.
Sollte ich mich eine Weile nicht gemeldet haben, so liegt es daran, dass ich kurzzeitig das Land verlassen habe und auch keinen Internetanschluss mehr habe seit zwei Wochen. So fängt es an: Erst kein Internet mehr, dann reisen nach und nach die Mitbewohner ab und irgendwann wird einem klar, dass man nun auch gehen muss.
Dies ist ein Aufruf an alle, das Fringe Festival in Prag zu besuchen. Das diesjährige Festival endet zwar heute (was nicht heißt, dass es nicht noch Gelegenheit gibt, hinzugehen), doch nach dem Festival ist ja bekanntlich vor dem Festival. Und ich bin mir absolut sicher, dass es auch eine achte Version des Prager Fringe geben wird…
In dieser Woche findet zum siebten Mal in Prag das Fringe Festival statt. Gezeigt werden auf zehn kleinen und alternativen Bühnen auf der Prager Kleinseite 40 verschiedene Produktionen aus der ganzen Welt. Bei der Vielfalt, ist es nicht leicht, sich zu entscheiden, welche Aufführungen man besuchen möchte. Als ich sah, dass eine englische Produktion mit dem Titel „Adolf“ gezeigt werden sollte, war für mich jedoch klar, dass ich mir diese anschauen musste. Ich war sehr neugierig und auch ein wenig skeptisch, wie sich ein englischer Schauspieler mit einem der wohl schwierigsten Themen überhaupt auf der Bühne auseinandersetzen würde.
Die Sonne scheint, es ist warm, der Sommer ist endlich da. Was liegt da näher, als den Tag im Freien zu verbringen, einen ausgiebigen Spaziergang zu machen und auf Entdeckungsreise durch Prags Parks und Gärten zu gehen, auf Wiesen zu liegen und im Grünen Bier zu trinken? Hier ein Vorschlag für einen wunderschönen Spaziergang…
Endlich, nach fast vier Monaten in Prag, bin auch ich mal im „Reduta“ gewesen. Diese Bar ist nicht nur Prags ältester Jazz-Keller. Es ist vor allem durch den Besuch 1994 der damaligen Präsidenten Václav Havel und Bill Clinton berühmt geworden.
Etwas Präsidenten-Flair stieg in mir auf, als ich zunächst ahnungslos auf demselben Platz saß wie einst Clinton. Eine silberne Plakette, die im grünen Sofa-Stoff eingearbeitet war, machte mich dezent auf diese Ehre aufmerksam.
Die Prager Jazz-Szene ist Kult. Verrauchte Keller-Bars, abgewetzte Sofa-Ecken und verquere Saxophon-Improvisationen. Hier trifft sich der Untergrund; die Lebenskünstler, Denker und Exoten kennen noch die gute Art zu leben, „savoir-vivre“ eben. Ein wenig hatte ich dieses (überholte?) Klischee vor Augen, als ich mich in die Prager Jazz-Keller vorwagte.
Zum Pflichtprogramm jedes Prag-Besuchs scheint wohl ein Besuch im legendären Jazz-Club „Reduta“ zu gehören. Aber auch das „Agharta“ wollte ich sehen und die „Ungelt“-Bar lockte mich mit freiem Eintritt…
Wie habe ich es doch vermisst, mein Fahrrad! Mein wunderschönes, altes, schwarzes Hollandherrenrad! Und nun ist es endlich hier in Prag, damit es mich – schneller als jede Metro, Tram oder meine eigenen Füße – überall hinbringen kann. Warum habe ich es eigentlich nicht schon früher geholt, mein Velo? Ach richtig, Fahrradfahren ist in Prag nicht sehr üblich. Und das ist noch stark untertrieben. Fahrradfahren ist gefährlich, da gibt es keinen Zweifel. Aber ich werde trotzdem fahren und dabei lernen mich sicher durch die chaotischen Straßen der Hauptstadt zu bewegen, ohne mich auf 50 Metern dreimal überfahren zu lassen, in die Straßenbahnschienen zu geraten oder ständig Touristen umzumangeln. (mehr…)
Grunzende Wesen, denen die Eingeweide aus dem Bauch zu quellen scheinen. Unterführungen, die man nicht passieren kann, da sich eine Horde Untoter hindurch drängt. Blutspritzer auf dem Straßenpflaster. So etwas gibt es nicht alle Tage zu sehen…
In einem Punkt scheint sich die Vorlesungszeit an der Karlsuniversität hier in Prag wirklich überhaupt nicht von der in Deutschland zu unterscheiden: Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ehe man sich versieht, ist Klausuren-und-Essay-Schreibzeit. Und wie jedes Semester fragt man sich: War es das jetzt schon? Und was habe ich eigentlich gemacht, gelernt, erkannt in den letzten Monate?