Einmal Knochenkirche und zurück
Die Uni ist vorbei- was bietet sich da mehr an, als endlich die schon lange geplanten Städtereisen durch die Republik zu unternehmen? Gut, das Wetter ist nicht wirklich geeignet dafür. Aber da wir dank globaler Erwärmung sowieso nicht mehr mit einem Sommer rechnen können, haben wir beschlossen, trotz Regen das uns inzwischen bestens bekannte und touristisch gut erschlossene Prag zu verlassen und uns in die Provinz zu wagen. Die Mehrheitsentscheidung fiel zugunsten von Kutna Hora aus, und so fand ich mich letzten Montag um 10 Uhr morgens im Zug in die 70 Kilometer von Prag entfernt Stadt wieder.

Es wird ganz ruhig in Berlin, wenn man die belebte und von unzähligen Geschäften (meistens Ramschläden, Second-hand-Shops und Dönerstände) gesäumte Karl-Marx-Straße in Neukölln verlässt, in den Karl-Marx-Platz einbiegt, da, wo Böhmisches Dorf ausgeschildert ist, und als man schließlich den Richardplatz erreicht hat, ist kaum mehr etwas zu hören. Nahezu menschenleer ist es hier, irgendwie idyllisch.