Von Pressburg über Pozsony nach Bratislava

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Es war dunkel und kalt - wie immer. Nur diesmal war es mal nicht abend, sondern 6:30 Uhr morgens. Zusammen mit all den anderen, mehr oder weniger freiwilligen, Frühaufstehern zwängte ich mich in die Metro. Ich war auf dem Weg zum Busbahnhof Florence, von wo aus ich in wenigen Minuten für sagenhaft günstige 14 Euro nach Bratislava aufgebrochen bin. (mehr…)

Den Königsweg entlang

100_2680_396x527.JPGIch hatte mal wieder Besuch, wie könnte es auch anders sein? Der werte Leser wird sich bestimmt schon fragen, ob ich in meinem Auslandsjahr eigentlich auch etwas anderes tue, als Besuch zu haben. Doch gelegentlich mache ich auch noch andere Sachen als die Fremdenführerin zu spielen.
Letztes Wochenende war es jedoch wieder einmal so weit und ich hetzte mit meinem Besuch bei minus zehn Grad wieder einmal kreuz und quer durch die Stadt, bei dem Versuch alles Sehenswerte in drei Tage zu pressen. Ich muss ja sagen, nachdem ich das nun schon zum fünften Mal gemacht habe, bekomme ich nicht nur langsam Routine darin und mir eine eigene Route zusammengestellt, sondern vor allem langsam die Nase voll. So schön die Stadt ist und so sehr ich sie liebe, aber Fremdenführerin zu sein, that sucks. Da ich aber eine gute Gastgeberin sein will, konnte ich auch diesmal die Bitte, auf die Burg zu gehen, nicht ablehnen. (mehr…)

Das böhmische Exulantendorf Rixdorf in Berlin Neukölln

Es wird ganz ruhig in Berlin, wenn man die belebte und von unzähligen Geschäften (meistens Ramschläden, Second-hand-Shops und Dönerstände) gesäumte Karl-Marx-Straße in Neukölln verlässt, in den Karl-Marx-Platz einbiegt, da, wo Böhmisches Dorf ausgeschildert ist, und als man schließlich den Richardplatz erreicht hat, ist kaum mehr etwas zu hören. Nahezu menschenleer ist es hier, irgendwie idyllisch.
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Ein virtueller Spaziergang durch Prag

Was kommt einen bei dem Schneechaos und der klirrenden Kälte der letzten Wochen mehr entgegen, wenn man Besuch hat und dieser sich die Stadt ansehen will, als ein Ausflug in das Museum der Hauptstadt Prag? Dort gibt es nämlich nicht nur das viel gepriesene Langweil Modell  der Stadt im 19. Jahrhundert zu sehen, sondern man kann sich nun auch auf einen virtuellen Rundgang durch die Stadt aufmachen.

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Kutná Hora – Ein Weltkulturerbe östlich von Prag

Hoch zum Hradschin, Besichtigung des Veitsdom und des Museums, Karlsbrücke, Weihnachtsmarkt und Wenzelsplatz und wir hatten auch schon alles abgelaufen, was im Allgemeinen das Touristenherz höher schlagen lässt. Doch diesmal sollte das nicht genug sein. Schließlich kenne ich mich schon ein wenig aus und so machte ich den Vorschlag, die kleine Stadt Kutná Hora, auf gut Deutsch Kuttenberg,  zu besuchen.
Die Vorfreude war groß. Immerhin wusste ich aus meinen Geschichtsbüchern, dass es sich bei Kutná Hora um eine der wichtigsten und größten Städte des Mittelalters in Böhmen handelte. So konnte ich mich auch an den Satz erinnern:  „Wer einmal über Kutná Hora herrscht, herrscht über die Reichtümer des Landes.“ – Na, wenn das nicht Lust auf mehr macht.
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Auf in die krumme Au!

100_1551.JPGGeplant war er ja schon lange, der Ausflug nach Český Krumlov. Und vorletzten Mittwoch war es dann endlich soweit. Noch im Morgengrauen, also so gegen 8 Uhr haben Matěj und ich uns aus dem Bett gequält. Nach einem schnellen Frühstück und nachdem Matěj (!) einige Brötchen für den kleinen Hunger zwischendurch geschmiert hatte, ging es auch schon los. Zwei Stunden über zum Teil etwas holperige Straßen durch die graue, wolkenverhangene Landschaft in den Süden der Republik, in die ca. 180km von Prag entfernte, bei Touristen zweitbeliebteste Stadt Tschechiens. Während ich die Fahrt über noch angesichts des schlechten Wetters und der Kälte genörgelt hatte, strahlte uns wie bestellt die Sonne mit dicken Frühlingsstrahlen entgegen, als wir im Krummau ankamen. Da wir etwas außerhalb des Zentrums geparkt hatten, um die Wucherpreisen für einen Parkplatz zu umgehen (Tschechen seien geizig, sagte Matěj), mussten wir erst einmal ein Stück zu Fuß gehen, bevor wir dann endlich zum Budějovická brána kamen und den historischen Stadtkern betraten. Kaum waren wir durch das Tor hindurch, da kam uns auch schon eine riesengroße Gruppe Japaner entgegen. Etwas verwundert schaute ich Matěj an. Wir waren doch extra so früh im Jahr hierher gekommen, um die Stadt ohne die sie belagernden Horden von Touristen zu sehen. Doch scheinbar waren wir nicht die Einzigen mit diesem Plan. Lustigerweise konnte man anhand der Japanergruppe aber feststellen, dass Krummau doch ein recht kleines Städtchen ist, denn der Tross lief uns an diesem Tag noch ca. 5 mal über den Weg. (mehr…)

U Fleků: Augen auf!

Nach einigen Monaten in Prag erlebt mein Reiseführer ein unglückliches Dasein. Zwischen Lehrbüchern und Zettelwirtschaft findet mein in der Anfangszeit gut genutztes Büchlein immer häufiger seinen Platz im Regal. Vielleicht hätte ich dem Kapitel über Restaurants mehr Beachtung schenken sollen. Doch als ich ihn schließlich vor einigen Tagen zur Hand nehme, ist es schon zu spät: Ich bin in die Touristenfalle getappt.

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Pilsen. Pilsen! Pilsen? Dokumentation eines Ausflugs

Pilsen Hauptbahnhof Drei Tage, das ist eine gute Zeitspanne für einen Prag-Besuch. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind erledigt - Gulasch, Bier und Theaterbesuch inklusive. Ich hatte mit meiner Familie mehrere Tage und so entschieden wir uns für einen Besuch in Pilsen (Plzeň), etwa 100 Kilometer westlich von Prag. Es ist Freitagmorgen, viertel nach zehn. Wir kaufen ein Gruppenticket und sitzen im Zugabteil. Denn Zugabteile sind typisch tschechisch.

100 Minuten vorbeirauschende Landschaft, Schienenlärm, schlechte Luft. Und wir sind in der Bierstadt Pilsen, wo Kaufhäuser mit dem Spruch „Starý ale dobrý“ werben und die Weihnachtsbeleuchtung schöner scheint als in der Hauptstadt.

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Im Prager Zoo: “Er beliebt Lachs zu fangen”

zoo1.jpgNieselregen, grau, Plattenbauten. Am Sonntagnachmittag gehen wir los zum Prager Zoo. Und? Dann passiert das Unerwartete. Siehe da: Nix grau, nix Plattenbauten. Grüne Wiesen, große Gehege, abenteuerliche Wege. Das Gelände wird umgebaut, rote Absperrbänder und Bagger versperren zugewachsene Wege.

Uns bleiben zwei Stunden, bevor der Zoo um 16 Uhr schließt. Zwei Stunden, ha, denke ich mir, ist ja nur ein Zoo. Doch: Weit gefehlt.

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Die Schatztruhe von Karl IV.- ein Ausflug zur Burg Karlštejn

Steil ragen die Mauern Kalrštejns auf dem Felsen empor, wenn man am Fuß des Berges steht und schnell wird einem klar, was Karl IV. 1348 bewog, gerade hier eine Burg zu errichten, um in der Einöde ca. 35 Minuten Fahrt von Prag entfernt die Kronjuwelen und eine Sammlung heiliger Reliquien aufzubewahren. Und wie der Lauf der Geschichte gezeigt hat, lag Karl mit dieser Entscheidung sehr richtig, denn nur ein einziges Mal, nämlich im Laufe der Hussitenkriege, war es gelungen, die Burg zu stürmen. Jedoch kamen die Schweden nicht bis zum Satz, sondern mussten sich bereits vorher geschlagen geben.

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