Drei Tage in der heimlichen Hauptstadt Polens

Die polnische Stadt Krakau scheint ein sehr beliebtes Ausflugsziel aller ERASMUS-Studenten zu sein. Doch warum nehmen so viele diesen mühsamen Weg auf sich? Der Blick auf die Landkarte erweckt den Eindruck die 750000 Einwohner Stadt sei nicht weit weg von Prag entfernt. Doch die Anreise gestaltet sich letztendlich sehr zeitintensiv. Neun Stunden sitzen wir dreizehn ERASMUS-Studenten im Nachtzug und wünschten uns keine arme Studenten zu sein. Ansonsten hätten wir Schlafplätze im Schlafwagen gebucht. Nichtsdestotrotz kann man die Zeit im Zugabteil bei netten Unterhaltungen mit den Kollegen aus Frankreich, Portugal, Belgien und Schweden sehr gut absitzen. Einige versuchen sich an Trinkspielen zu erfreuen oder mit weiteren Reisenden aus Philadelphia oder Sao Paulo ins Gespräch zu kommen. Zu später Stunde zückt manch einer sogar sein iPod um einer schwedischen Dokumentation zu lauschen und vollkommen relaxed für ein paar Stunden im Sitzen zu schlafen. (mehr…)

Ein unvergesslicher Flohmarkt! Natürlich in der alten Fleischfabrik

Kaum war das „Zombie Zombie“ Konzert am 04.02.2011 beendet, stand für mich fest: Morgen komm ich wieder in die MeetFactory. Dieses Mal um dem alten Ramsch wegen. Schon Monate zuvor haben mich Bilder des Flohmarktes aus der alten Fleischfabrik gelockt. Trotz Begeisterung und dem nötigen Willen nagelten die Prüfungen und Hausarbeiten mich doch am Schreibtisch fest, sodass letztendlich kein Stöbern in Second-Hand-Waren zu Stande kam.

Dieses Mal sollte es mir anders gehen. Der Wille und die Begeisterung waren noch nicht erloschen; Zeit und das nötige Kleingeld sind dieses Mal mit dabei. (mehr…)

Kultur statt Kneipe (Teil 1)

Das deutschsprachige Theaterfestival in Prag

Dass es auch in meinem zweiten Blogeintrag um kulturelle Aktivitäten geht, soll über die Realität nicht hinweg täuschen: Dem Klischee gemäß beschränkte sich mein Entdeckergeist in den ersten zwei Monaten meines Auslandssemesters größtenteils auf Bars, Club und tschechische Biersorten. Irgendwann muss mit dem Verschieben des Kulturprogramms aber Schluss sein, später ist jetzt, dachten sich meine Mitbewohnerin und ich, und besorgten uns Anfang November Karten für das deutschsprachige Theaterfestival in Prag. (mehr…)

Lidice - Töten auf Deutsch

Nach rund 30 Minuten Busfahrt in den Nordwesten Prags stehe ich nun oben auf einem Hügel, und sehe in ein grünes, hügeliges Tal mit kleinen Wegen und hier und da Plätze, die besonders scheinen. Unten schlängelt sich ein kleiner See entlang, die Birken beginnen sich herbstlich zu färben. Es sind kleine Trauerbirken, deren Äste nach unten zeigen. Ich blicke auf Lidice, ein ehemaliges Bauerndorf, in dem die Menschen Felder bestellt und Gänse gehütet haben. Mittelpunkt des Dorfes war die große St. Marienkirche.

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Einmal Knochenkirche und zurück

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Die Uni ist vorbei- was bietet sich da mehr an, als endlich die schon lange geplanten Städtereisen durch die Republik zu unternehmen? Gut, das Wetter ist nicht wirklich geeignet dafür. Aber da wir dank globaler Erwärmung sowieso nicht mehr mit einem Sommer rechnen können, haben wir beschlossen, trotz Regen das uns inzwischen bestens bekannte und touristisch gut erschlossene Prag zu verlassen und uns in die Provinz zu wagen. Die Mehrheitsentscheidung fiel zugunsten von Kutna Hora aus, und so fand ich mich letzten Montag um 10 Uhr morgens im Zug in die 70 Kilometer von Prag entfernt Stadt wieder.

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In den Eingeweiden von Klaus - Führung durch die Regierungssäle auf der Burg

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Nun ist es ja so, dass verborgene Sachen auf die Menschen schon immer einen besonderen Reiz ausgeübt haben, auch wenn sie eigentlich nicht so toll sind. Einfach aufgrund der Tatsache, dass sie verborgen sind, sind sie per se interessant. Genauso scheint es sich mit dem Regierungssitz von Präsident Klaus zu verhalten. Das ganze Jahr über darf ihn kein Normalsterblicher betreten, keiner weiß so recht, was sich hinter den Mauern für Szenen abspielen. Doch zweimal im Jahr werden die heiligen Hallen für die Massen geöffnet und dann stehen sich die Massen die Füße in den Bauch um reinzukommen. So wurde mir jedenfalls berichtet.

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Von traurigen Tieren und kreischenden Mädchen - ein Ausflug nach Prag 7

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Die Zeit tickt - ich habe nicht einmal mehr ganz sechse Monate hier und die Liste mit Sachen, die ich unbedingt noch machen muss, wird täglich länger. Letzten Sonntag war es dann auch endlich soweit und anstatt mal wieder fünf neue Ausflugsziele auf die Liste zu setzten, habe ich einfach mal einen gemacht. Und zwar zuerst in den Zoo und danach noch auf die Matĕjská pout’, eine Art Volksfest oder Kirmes auf dem Ausstellungsgelände Výstavištĕ.

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Eine Schifffahrt die ist lustig, eine Schifffahrt die ist schön

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Getreu diesem Motto war ich am letzten Wochenende mal so dekadent, mir für 350 Kronen eine zweistündige Bootsfahrt auf der Moldau zu leisten. Der Grund für diesen Anfall von Verschwendungssucht war, der werte Leser wird es sicher schon ahnen, die Tatsache, dass ich mal wieder Besuch hatte. Und wie der werte Leser vielleicht auch schon bemerkt hat, bin ich dann immer besonders aktiv und versuche neben dem typischen Touristenprogramm immer wenigstens eine Sache zu machen, die auch für mich neu und unbekannt ist. Aufgrund des verhältnismäßig schönen Wetters am Wochenende und einem eher fußlahmen Besuch, erfüllte ich mir deshalb den schon lange gehegten Traum einer Bootstour auf der Moldau.

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Von Pressburg über Pozsony nach Bratislava

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Es war dunkel und kalt - wie immer. Nur diesmal war es mal nicht abend, sondern 6:30 Uhr morgens. Zusammen mit all den anderen, mehr oder weniger freiwilligen, Frühaufstehern zwängte ich mich in die Metro. Ich war auf dem Weg zum Busbahnhof Florence, von wo aus ich in wenigen Minuten für sagenhaft günstige 14 Euro nach Bratislava aufgebrochen bin.

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Den Königsweg entlang

100_2680_396x527.JPGIch hatte mal wieder Besuch, wie könnte es auch anders sein? Der werte Leser wird sich bestimmt schon fragen, ob ich in meinem Auslandsjahr eigentlich auch etwas anderes tue, als Besuch zu haben. Doch gelegentlich mache ich auch noch andere Sachen als die Fremdenführerin zu spielen.

Letztes Wochenende war es jedoch wieder einmal so weit und ich hetzte mit meinem Besuch bei minus zehn Grad wieder einmal kreuz und quer durch die Stadt, bei dem Versuch alles Sehenswerte in drei Tage zu pressen. Ich muss ja sagen, nachdem ich das nun schon zum fünften Mal gemacht habe, bekomme ich nicht nur langsam Routine darin und mir eine eigene Route zusammengestellt, sondern vor allem langsam die Nase voll. So schön die Stadt ist und so sehr ich sie liebe, aber Fremdenführerin zu sein, that sucks. Da ich aber eine gute Gastgeberin sein will, konnte ich auch diesmal die Bitte, auf die Burg zu gehen, nicht ablehnen.

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