Geplant war er ja schon lange, der Ausflug nach Český Krumlov. Und vorletzten Mittwoch war es dann endlich soweit. Noch im Morgengrauen, also so gegen 8 Uhr haben Matěj und ich uns aus dem Bett gequält. Nach einem schnellen Frühstück und nachdem Matěj (!) einige Brötchen für den kleinen Hunger zwischendurch geschmiert hatte, ging es auch schon los. Zwei Stunden über zum Teil etwas holperige Straßen durch die graue, wolkenverhangene Landschaft in den Süden der Republik, in die ca. 180km von Prag entfernte, bei Touristen zweitbeliebteste Stadt Tschechiens. Während ich die Fahrt über noch angesichts des schlechten Wetters und der Kälte genörgelt hatte, strahlte uns wie bestellt die Sonne mit dicken Frühlingsstrahlen entgegen, als wir im Krummau ankamen. Da wir etwas außerhalb des Zentrums geparkt hatten, um die Wucherpreisen für einen Parkplatz zu umgehen (Tschechen seien geizig, sagte Matěj), mussten wir erst einmal ein Stück zu Fuß gehen, bevor wir dann endlich zum Budějovická brána kamen und den historischen Stadtkern betraten. Kaum waren wir durch das Tor hindurch, da kam uns auch schon eine riesengroße Gruppe Japaner entgegen. Etwas verwundert schaute ich Matěj an. Wir waren doch extra so früh im Jahr hierher gekommen, um die Stadt ohne die sie belagernden Horden von Touristen zu sehen. Doch scheinbar waren wir nicht die Einzigen mit diesem Plan. Lustigerweise konnte man anhand der Japanergruppe aber feststellen, dass Krummau doch ein recht kleines Städtchen ist, denn der Tross lief uns an diesem Tag noch ca. 5 mal über den Weg. (mehr…)