Jak to videš: Máme šance? (Wie siehst du das: Haben wir eine Chance?)
Das war die große Frage, die sich die meisten Slavia-Fans angesichts des gestrigen Spiels gegen den HC Eaton Pradubice stellten. So recht schien keiner daran zu glauben, dass das was wird. Naja, die Chancen standen ja auch nicht gerade gut: Der beste Stürmer von Slavia hatte sich am Tag zuvor verletzt, und noch dazu hat Pardubice diese Saison die Legende Dominik Hašek als Torwart. „Alleine deshalb lohne es sich, zu diesem Spiel zu gehen, um Hašek einmal live zu sehen“, meinte Matĕj vorab, und das war vermutlich auch der einzige Grund warum ich ihn weniger als einen Monat vor seinem Staatsexamen mal von den Büchern weglocken konnte. Für all diejenigen, denen der Name nun so gar nichts sagt: der „Dominator“, wie Hašek auch genannt wird, hat nicht nur sehr erfolgreich in der NHL in den USA Eishockey gespielt und war in den 90gern einer der besten Torwarte weltweit, vor allem aber hat er die tschechische Nationalmannschaft 1998 zu olympischem Gold geführt und erfreut sich deshalb heute immer noch großer Beliebtheit.





Hartgesottene Frischluftanbeter behaupten, es gebe kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Aber was für Kleider passen für Prags Meteoprofil von gestern Abend: Nebel, Nieselregen, Inversion bei gefühlten Null Grad? Ich entscheide mich für zwei Baumwoll-T-Shirts, mein Argentina-Triko, die dickere olivgrüne Trainingsjacke, das alte Regencape und eine Wollmütze. Die Laufschuhe angezogen, MP3-Player und Kamera eingesteckt und los gehts.