Abenteuer Olomouc Teil III Kurs hin- Kurs her!

100_1861_328x438.JPGGott sei dank fand sich dann meine Zimmernachbarin nach kurzer Zeit wieder ein und der Weg ins Zimmer war frei. Angestachelt von den Einkäufen meines Roommate und meinem Magen, der aufgrund des ausgefallenen Frühstücks schon heftig vor sich hin knurrte, entschloss ich mich dann ein bisschen socialising zu machen und mit den Amerikanern von meiner Wohneinheit die Stadt sowie deren Restaurants und die Supermärkte zu erkunden. So sah ich also zum ersten Mal Olomouc. Ein ganz nettes Städtchen. Sehr beschaulich und trotz der Tatsache, dass es die fünft größte Stadt Tschechiens ist, doch eher klein. Also ich habe zwar nur den Kern und ein bisschen drum herum gesehen, aber das kann man in ca. einer viertel Stunde abgehen.

Wir flanierten dann also etwas in der Sommersonne um den Marktplatz, bestaunten die Astronomische Uhr, schlenderten um den Arion-Brunnen, dessen Statue des antiken Dichters und Sängers Arion von seiner Leidenschaft zu Delphinen zeugt, umrundeten den Horni Namesti und ließen uns von Einheimischen dabei fotografieren. Nach ca. hundertmal „oh my god is this pretty“, was ich in diesen vier Wochen noch unzählige Male hören sollte, stillten wir schließlich unseren Hunger. Standesgemäß gab es Gulas.

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Abenteuer Olomouc Teil II Wohnheimsuche und Einstufungstest

kolej-1_416x312.jpgKaum war dann der Zug in Olomouc angekommen, ging das Abenteuer auch schon weiter. Zunächst bin ich mit meinem gesamten Gepäck einfach aus dem Zug gefallen, weil der Koffer mitten auf der Treppe beim Ausstieg einfach beschlossen hatte, Übergewicht zu bekommen, nach vorne zu fallen und mich dabei zusammen mit meinen zwei Taschen einfach mitzuziehen. Kaum hatte ich mich dann wieder gefangen, stellte ich fest, dass es in Olomouc, dem wunderschönen, aber technisch leider extrem rückständigen Teil Tschechiens auch nach langem Suchen keine Rolltreppen gab.

Kurze Zeit überlegte ich, ob ich den Koffer einfach die Treppe hinunterwerfen sollte, bis dann eine ganz kleine, sehr zierliche junge Frau kam und mir half, den Koffer nicht nur die Treppe runter, sondern auf der anderen Seite auch wieder hoch zu tragen. So, dachte ich, nun kann echt nichts mehr schiefgehen. Schließlich hatte ich von der Universität einen idiotensicheren Plan erhalten, wie ich vom Bahnhof zum kolej  kommen sollte. Gut, noch schnell die Tramkarte kaufen, in Ruhe eine Rauchen (die Letzte lag 8 Stunden zurück) und dann herausfinden, wo die Tram fährt.

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Abenteuer Olomouc Teil I Planung und Anreise

Wo zum Teufel ist Olomouc? Diese Frage stellte sich mir Mitte Juli, als ich die Zusage für ein Stipendium für die LETNÍ ŠKOLA SLOVANSKÝCH STUDIÍ (Sommerschule für slawische Sprachen) in Olomouc bekam. (mehr…)

Uuuund Cut! Wie die neue Frisur nicht zur haarigen Angelegenheit wird

Fast dachte ich, ich könnte mich mit meinen Sprachkenntnissen in der tschechischen Welt halbwegs durchschlagen. Als ich aber miterleben musste, wie der Versuch eines Freundes sich beim Friseur verständlich zu machen kläglich scheiterte, geriet ich ins Grübeln. Scheu vor dem Spickzettel hin oder her, manchmal sind ein paar Worte auf Papier gold wert. Denn bevor einem beim Anblick der neuen Frisur aber auch noch die letzten Haare zu Berge stehen, kann man sich mit ein paar Sätzen ganz einfach behelfen. (mehr…)

Tschechisch lernen leichter gemacht

Wie wir ja alle wissen, ist es nicht leicht Tschechisch zu lernen, wenn man nicht gerade ein extrem sprachbegabter Mensch ist. Neben der Suche nach einen guten Lehrbuch, dass nicht nur die Grammatik verständlich erklärt, sondern auch noch begreifbare Übungen und, ganz wichtig, auch die dazugehörigen Lösungen beinhaltete, ist da ja auch noch das Problem mit der richtigen Aussprache. Auch macht es wenig Spaß, die Sprache nur für sich allein zu lernen und niemanden zu haben, mit dem man sie aktiv anwendet. Gut, das mag jetzt für all diejenigen, die sich in Prag oder Tschechien dauerhaft aufhalten, nicht das Problem sein. Für mich ist das jedoch schwierig, da mein Sprachpartner Matěj nun zurück nach Prag geht und ich somit niemanden mehr habe, mit dem ich außerhalb der zwei Stunden Tschechischunterricht die Woche üben könnte.

Vor ein paar Tagen bin ich nun beim Surfen durch die unendlichen Weiten des World Wide Web auf eine Homepage gestoßen, die einem das Lernen zwar nicht abnimmt, aber doch bei allen dabei auftretenden Problemen helfen kann: www.linguaporta.de

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Tschechisch-Pflichttests für “Aliens”: Check your Czech

“Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.” Mit diesem Rilke-Vers pflegte mein Deutschlehrer kurz vor Klausuren die einschlägig bekannten Saisonarbeiter vor den geringen Erfolgsaussichten von zu spät einsetzendem Aktivismus zu warnen. Im Hinblick auf die geplanten Tschechisch-Pflichttests und die Tatsache, dass der Sommer seinen Zenit bereits überschritten hat, scheinen mir die mahnenden Zeilen aus dem “Herbsttag” ein guter Einstieg, um auf eine neue Webseite hinzuweisen, die das tschechische Schulministrium in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Forschungsinstitut vergangene Woche gestartet hat.

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Těší mě - Erfahrungen mit einem tschechischen Sprachpartner

Nun ist es ja bekanntlich am besten, wenn man eine Fremdsprache lernt, diese auch aktiv anzuwenden. Wenn man dafür aber nicht gleich in das entsprechende Land auswandern will oder kann, dann sind Sprachduos eine sehr nützliche Erfindung, um auch in heimischen Gefilden die Sprachkenntnisse zu verbessern. Ist es für Englisch oder Französisch sehr leicht, einen geeigneten Partner mit denselben Kenntnissen zu finden, man schaue beispielsweise auf www.sprachduo.de und wird von einer Flut von Sprachwilligen überrollt, so gestaltet es sich doch ziemlich schwierig, jemand für Tschechisch zu finden.

Ich hatte nun nicht nur das große Glück einen solchen Sprachpartner zu finden, sondern darüber hinaus auch einen sehr guten Freund, der mir hoffentlich auch nach seiner Rückkehr nach Prag noch lange erhalten bleiben wird. Da ich Matěj nun doch schon in dem einen oder anderen Blog erwähnt habe, möchte ich die Gelegenheit nutzen und einmal über meine Erfahrung mit ihm als Sprachpartner berichten.

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Die Krux mit dem ř

Nun lerne ich schon gut ein Jahr Tschechisch, doch eines werde ich wohl nie lernen, egal wie lange ich mich auch mit der Sprache auseinandersetzte: das ř. Gemeinhin beginnt man ja beim Erlernen eine Fremdsprache zunächst immer mit der Lautschrift und der Aussprache. So war es auch bei mir. Da war ich auch noch guter Dinge.

Denn mein Buch schlug vor, dass ř einfach als „rsch“ wie das bayerische „Wurst“ auszusprechen. Gut, dachte ich mir, ich komme aus Bayern, ich kann bayerisch, da dürfte das ř ja kein Problem sein. Ich machte mich also an sämtlicher Wörter mit ř, und davon gibt es im Tschechischen ja genügend, mit meiner bayerisch-selbstsichern Art heran.

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Zoologická zahrada - Eine Tour durch den Münchner Tierpark Hellabrunn auf Tschechisch

HellabrunnTrotz der Tatsache, dass ich mich im München befinde und leider nicht im wunderschönen Prag und auch trotz der Tatsache, dass der Prager Zoo einfach absolute spitzte ist, wie mir von meinen tschechischen Freunden versichert wurde, denn dort gebe es ganz im Gegensatz zu München nämlich Nilpferde, konnte ich die beiden doch dazu überreden, mit mir den hiesigen zoologischen Garten zu besuchen und mich dabei mit den tschechischen Namen der Tiere vertraut machen. Zugegebenermaßen kein Alltagsvokabular, dafür aber eins für einen sehr lustigen Nachmittag.

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Von háček zu kroužek - Ein Erfahrungsbericht aus der ersten Tschechischstunde

Es war ein verregneter Dienstagnachmittag Mitte Oktober, als wir das erste Mal Tschechisch hatten. Etwas unsicher drückte ich mich 10 Minauten vor offiziellem Kursbeginn in das winzige Zimmerchen im dritten Stock des Hauptgebäudes der Universität.

Überwältigt von der Masse von ca. 25 Menschen in diesem Kämmerchen - Kommilitonen hatten mir erzählt, dass in solchen Kursen nie mehr als 10 Studenten seien - fragte ich schüchtern nach, ob ich hier auch wirklich richtig sei bei Tschechisch I für Nichtslawisten. Ja war ich. Also bahnte ich mir durch die Tisch- beziehungsweise -Stuhlreihen, da der Raum eher eine Legebatterie glich, denn einem Hörsaal, einen Weg und konnte mit etwas Glück auch noch ein Eckchen Tisch für mich in Beschlag nehmen.

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